Adler verpassen die Revanche
Eishockey: 2:3-Niederlage nach Verlängerung in Nürnberg / Verteidiger Prestin Ryan kommt
Adler verpassen die Revanche
Nürnberg. Die Mannheimer Adler haben die Revanche verpasst: Bei den Nürnberg Ice Tigers verlor das Team der Trainer Dave King und Teal Fowler gestern Abend mit 2:3 (1:0, 1:1, 0:1, 0:1) nach Verlängerung und konnte damit die 3:4-Niederlage vom letzten Auftritt bei den Franken, als eine 3:1-Führung leichtfertig verspielt wurde, nicht wettmachen. Aber auch eine gute Nachricht gab es gestern: Der DEL-Rekordmeister verstärkt sich in der Defensive, Verteidiger Prestin Ryan (Bild) kommt vom AHL-Klub Rockford Icehogs.
Souverän, clever und diszipliniert spielten die Adler zunächst das erste Drittel. Die Defensive um den überzeugenden Fred Brathwaite stand sicher - er hielt seinen Kasten sauber, auch bei Großchancen von Adrian Grygiel (7. Minute) und Michel Periard (10.). Die Adler überstanden auch eine 3:5-Unterzahl schadlos - allerdings lagen sie dabei bereits in Führung: Sven Butenschön hatte von der blauen Linie abgezogen und Peter Flache fälschte zum 1:0 (8.) ab - sein erster DEL-Treffer für die Adler.
Die erste Chance im zweiten Abschnitt hatte Nürnberg durch Periard, der den Außenpfosten traf - das erste Tor schossen die Adler: Nach Vorarbeit von Rick Girard verwertete Marcus Kink den Abpraller aus kurzer Distanz zum 2:0 (23.). Brathwaite im Tor war weiter eine Bank, er vereitelte zahlreiche Möglichkeiten der Ice Tigers. Erst beim Alleingang von David Cespiva (der Ex-Adler kam von der Strafbank und lauerte an der blauen Linie auf einen Pass) war er geschlagen: Wenn auch nur um Millimeter, wie der Videobeweis zeigen musste - 1:2 (36.). Durch unnötige Strafen gerieten die Blau-Weiß-Roten schwer unter Druck, doch mit einer guten Defensivleistung und dank Brathwaite hielt die Führung.
Im Schlussabschnitt hielten die Adler die Partie lange offen - doch der dritte Treffer wollte nicht fallen, der Biss in der Offensive fehlte. So glichen die Ice Tigers aus: Drei Minuten vor Schluss erzwang Brad Leeb, der einen Abpraller verwertete, das 2:2 und die Verlängerung. Auch hier war Nürnberg glücklicher: Shane Peacock traf nach einem Bully mit einem Schuss an den Innenpfosten zum 3:2-Siegtor (62.)
Ryan gegen die Lions dabei
Neuzugang Prestin Ryan soll indes am Freitag gegen die Frankfurt Lions (19.30 Uhr/SAP Arena) erstmals für die Adler spielen. "Wir brauchen mehr Stabilität in der Verteidigung. Er war auf dem Markt und wir haben nur Gutes von ihm gehört", erklärte Manager Marcus Kuhl die Verpflichtung des 28-Jährigen. Ryan hat ein NHL-Spiel für die Vancouver Canucks absolviert, ansonsten spielte der 1,80-Meter-Mann meist in der American Hockey League (254 Partien). "Er hat einen sehr guten, harten Schuss, schießt links und passt damit gut zu unseren Verteidigern", glaubt Kuhl, dass die neue Nummer 24 auch das Powerplay der Adler verbessert. rüf/sko
Mannheimer Morgen
22. November 2008


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