Rheinpfalz:
Corbet stillt seinen Torhunger
Eishockey: Stürmer trifft viermal beim 6:0 der Adler Mannheim gegen Schlusslicht Duisburg
Von Alexander Thom
MANNHEIM. Ohne große Mühe kamen die bislang offensiv-schwachen Adler Mannheim gestern zu einem 6:0 (1:0, 2:0, 3:0)-Heimerfolg gegen DEL-Schlusslicht Duisburg. Danny aus den Birken konnte einen Shut-out feiern, René Corbet vier Tore und die Adler den vierten Sieg in Serie.
Das nennt man wohl Lernen durch Beobachten: Die Adler kassierten wieder einmal keinen Gegentreffer, doch dieses Mal stand nicht wie sonst in solchen Fällen Ausnahme-Goalie Fred Brathwaite im Kasten, sondern der 23-jährige Danny aus den Birken. Und der Nachwuchskeeper tat es der eigentlichen Nummer eins einfach nach.
Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, da gab es den ersten Treffer der Mannheimer zu bejubeln: Im Powerplay hatte Blake Sloan von der blauen Linie abgezogen und zwei Sekunden später kullerte der Puck über die Torlinie der Duisburger. Jason Jaspers schien mit dem Schläger noch dran gewesen zu sein, auch wenn sich der Adler-Stürmer dessen selbst nicht ganz sicher war - doch auch solche Tore nimmt ein Torjäger auf dem Weg der Besserung gerne an. Ansonsten hatte das erste Drittel wenig Höhepunkte zu bieten, die Gastgeber hatten die Partie im Griff und vom Tabellenletzten ging nicht wirklich Gefahr aus.
Das Einzige, was fehlte, nämlich weitere Treffer, holten die Adler im Mitteldrittel nach: Erneut in Überzahl zog Colin Forbes ab, scheinbar von René Corbet abgefälscht, landete die Scheibe am Pfosten, sprang von dort zurück und wurde von einem Duisburger Spieler ins Tor gelenkt (29.). Zuvor hatten Corbet (25.) und Martinec (28.) gute Chancen nicht genutzt. Jetzt hatten die Adler Geschmack gefunden und schickten sich an, Selbstvertrauen zu tanken: Gegen weiterhin offensive, doch meist harmlose Füchse bot sich Platz für Konter, einen davon schloss Pascal Trepanier zum 3:0 ab (34.). Offensiv-Verteidiger Trepanier hatte zuletzt Anfang Oktober getroffen, doch während er gestern zum Erfolg beitragen durfte, musste sein Kollege Francois Bouchard als überzähliger Ausländer auf der Tribüne Platz nehmen. Auch für Stürmer Peter Flache war kein Platz mehr im Kader.
Auch im letzten Drittel bestätigte der Tabellenletzte seinen Trend (22 Gegentoren in den letzten drei Spielen). Mannheim, faktisch zwar nicht mehr im Powerplay, aber immer noch in der Formation konnte durch René Corbet auf 4:0 erhöhen (42.). Die Treffer fünf und sechs fielen dann wieder in einer jeweils „richtigen" Überzahl - beide Male war Mannschaftskapitän Corbet erfolgreich.
SO SPIELTEN SIE
Adler Mannheim: Aus den Birken - Trepanier, Butenschön; Sloan, Ryan; McGillis, Petermann; Fischer - Martinec, Forbes, Jaspers; Beardsmore, Methot, Kink; King, Michael Hackert, Arendt; Mauer, Girard, Corbet; Axel Hackert
Tore: 1:0 Jaspers (Sloan) 1:57, 2:0 Corbet (Forbes) 28:06, 3:0 Trepanier (Methot) 33:48, 4:0 Corbet (Mauer), 5:0 Corbet (Methot) 51:39, 6:0 Corbet (Forbes) 53:26 - Strafminuten: 16 - 16 - Beste Spieler: Corbet, Ryan, aus den Birken - Cox - Zuschauer: 12.640 - Schiedsrichter: Klau (Sümmern).


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