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Thema: Quo vadis, DEL?! Zuschauerschwund, Lustlosigkeit, weichgespülte Liga

  1. #1
    EishockeyFANatiker
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    Quo vadis, DEL?! Zuschauerschwund, Lustlosigkeit, weichgespülte Liga

    Habe den heutigen Spielethread zum Anlass genommen, mal diesen Neuen aufzumachen um das Thema im angemessenen Rahmen zu diskutieren.

    Viel Spaß!

    Ich persönlich finde das gesamte Ligagefüge mittlerweile einfach nur zum

    Das Verhalten einiger Spieler in der Liga ist unter aller Sau! Was mich vor mittlerweile vielen, vielen Jahren zum Eishockey brachte und mein Herz daran hängen ließ, habe ich ja bereits vor kurzem in einem anderen Zusammenhang dargelegt.

    Und so, wie es viele hier schon angedeutet haben, sehe ich es auch, dass es in den nächsten Jahren in der DEL noch schlimmer wird. Es sei denn, man besinnt sich und kommt endlich wieder "back to the basics".
    "Winning is not a sometime thing; it's an all the time thing. You don't win once in a while; you don't do things right once in a while; you do them right all the time.
    WINNING IS A HABIT.
    There is no room for second place. There is only one place in my game, and that's first place. I have finished second twice in my time at Green Bay, and I don't ever want to finish second again. There is a second place bowl game, but it is a game for losers played by losers. [...] you've got to play with your heart, with every fiber of your body. [...]"

    Vince Lombardi
    (ehemaliger Coach der Green Bay Packers, mit welchen er sieben NFL-Meisterschaften - inkl. der ersten beiden Super Bowls gewann)

  2. #2
    der Norbi
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    Früher gab es mal eine Zeit, da freute man sich auf ein Eishockeyspiel. Am Tag vorher wurde mit Freunden nochmal durchgesprochen,wer was wie mitbringt, obwohl schon hundertfach praktiziert. Stunden vor dem Spiel wurde man nervös und unruhig wie ein Rennpferd vor dem Start. Man freute sich einfach auf genialen Sport. Schnell war es und hart. Die Banden haben gekracht nach schönen Checks, bei denen auch mal einer liegen blieb. Und wenn er aufstand, sich schüttelte und weiterspielte, konnte man auch mal skandieren: Sch...er lebt noch. Und Faustkämpfe gab es, die, im Vergleich einen Klitschkokampf wie Kurgymnastik wirken lassen.
    Und heute? Keine Vorfreude, keine Nervosität. Eine halbe Stunde bevor der Zug fährt holt man mal sein Trikot und den Schal raus, geht lustlos an den Bahnhof und fährt halt zum Eishockey.
    Es ist ein Abstehen der Dauerkarte, weil man die ja bezahlt hat. Warum überhaupt noch eine DK? Ja weil man hofft, dass es vielleicht doch mal wieder großen Sport zu sehen gibt. Aber man sieht ihn einfach nicht, so sehr man es sich wünscht.
    Nein, ich behaupte nicht, früher war alles besser.
    Aber es gab besseres Eishockey !

  3. #3
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    Zitat Zitat von vanzus Beitrag anzeigen
    Früher gab es mal eine Zeit, da freute man sich auf ein Eishockeyspiel. Am Tag vorher wurde mit Freunden nochmal durchgesprochen,wer was wie mitbringt, obwohl schon hundertfach praktiziert. Stunden vor dem Spiel wurde man nervös und unruhig wie ein Rennpferd vor dem Start. Man freute sich einfach auf genialen Sport. Schnell war es und hart. Die Banden haben gekracht nach schönen Checks, bei denen auch mal einer liegen blieb. Und wenn er aufstand, sich schüttelte und weiterspielte, konnte man auch mal skandieren: Sch...er lebt noch. Und Faustkämpfe gab es, die, im Vergleich einen Klitschkokampf wie Kurgymnastik wirken lassen.
    Und heute? Keine Vorfreude, keine Nervosität. Eine halbe Stunde bevor der Zug fährt holt man mal sein Trikot und den Schal raus, geht lustlos an den Bahnhof und fährt halt zum Eishockey.
    Es ist ein Abstehen der Dauerkarte, weil man die ja bezahlt hat. Warum überhaupt noch eine DK? Ja weil man hofft, dass es vielleicht doch mal wieder großen Sport zu sehen gibt. Aber man sieht ihn einfach nicht, so sehr man es sich wünscht.
    Nein, ich behaupte nicht, früher war alles besser.
    Aber es gab besseres Eishockey !
    Mal eine ehrliche Frage: was glaubst Du, wie viel davon jetzt wirklich am Eishockey liegt und wie viel vielleicht einfach daran, dass man älter wird, es zur Routine wird, etc? Ist nicht böse gemeint, ich denke nur, dass es eben nicht nur am anderen Eishockey liegt.

    Die Szene mit Flache gg. Oeln vor ein paar Tagen war ja bezeichnend. Er war sich zu 100% sicher, dass er gehen muss und ein Spiel Sperre bekommt. Bekanntlich kam es anders, aber es hat sehr gut gezeigt, warum es solche Szenen in den letzten Jahren nur noch sehr selten gibt. Ein BigMac würde sicherlich auch ab und an mal seine Standpunkt klar machen, wenn er wüsste, dass er max. für dieses Spiel in die Kabine muss.

    Andererseits frage ich mich auch immer, ob Teams wie die Adler nicht auch mit dafür verantwortlich sind. Die finanziellen Rahmenbedingungen haben es eben einigen Teams erlaubt immer mehr Spieler zu holen, die mit Tempo und spielerischen Mitteln den Gegner besiegt haben. Wenn dann "eine Kloppertruppe" zu dir kommt und von der ersten Minute nur darauf aus ist über Faustkämpfe, unfaire Checks, Stockschläge den letzten Strohhalm zu suchen und das Spiel zu zerstören ist das sicher auch nicht im Sinne des Sports. Und der Manager, der irgendwann mehr Leute im Lazarett als auf dem Eis hat wird sicherlich mal mit der Liga reden ...

    Ich will damit nicht sagen, dass es gut ist wie es jetzt ist. Ich bin auch dafür Faustkämpfe wie Flache gg. Renz genau so zu bestrafen, wie es da passiert ist ...

  4. #4
    der Norbi
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    @marvin
    Das klingt gerade so, als ob ich nur wegen der Klopperei zum Eishockey gehe.
    Das ist mit Sicherheit nicht so. Ich habe von genialem Sport geschrieben. Ersetze es von mir aus auch mit geilem Sport.
    Es ist auch nicht so, dass ich gerne reihenweise verletzte Spieler auf dem Eis liegen sehe. Mitnichten. Bin froh, wenn alle gesund bleiben.
    Aber das ist halt der Punkt. Diese gesunde Härte fehlt.
    Und das ist einer der Punkte, den der Eröffner dieses Threads meinte.
    Und Routine ? Klar wird man älter. Aber bei einem guten Spiel bin ich immer noch mit sehr viel Herzblut dabei. Da iss nix mit Routine.
    Geändert von vanzus (14-01-09 um 01:57 Uhr)

  5. #5
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    Meiner Meinung gibt es nur noch eines:

    1.) Veringerung der DEL-Clubs auf 12 Teams
    2.) Der Letzte der DEL steigt ab, der Erste der BL auf
    3.) Der Vorletzte der DEL geht in die Relegation mit dem Zweiten der BL
    4.) Keine Dienstagsspiele mehr; Spiele nur noch Fr. uns So.
    5.) Nur noch 1 - 8 in die Play-Offs

    Ars Vivendi !!!

  6. #6
    Headcoach & Racine-Fan Avatar von canadien
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    Die Banden haben gekracht nach schönen Checks, bei denen auch mal einer liegen blieb. Und wenn er aufstand, sich schüttelte und weiterspielte, konnte man auch mal skandieren: Sch...er lebt noch. Und Faustkämpfe gab es, die, im Vergleich einen Klitschkokampf wie Kurgymnastik wirken lassen.
    Dies ist auf Grund der Regeländerungen, die in meinen Augen fast alle unsinnig sind, nicht mehr möglich. Alleine der Automatismus 5 + Spieldauer ist schon merkwürdig. Früher gab es erst nach der zweiten Fünfminutenstrafe eine Spieldauer.

    Kaum ein SR kann einen korrekten Check beurteilen, lieber im Zweifel eine Strafe. Dies muß normal umgekehrt sein. So wie es in den 70er und 80er Jahren war, war der Sport in Ordnung. Alles andere ist nur gekünstelt.
    Lafleur 10

    Battle of Quebec, Canadiens vs Nordiques 'Good Friday brawl'
    http://www.youtube.com/watch?v=veX55rLYAgQ&feature=fvw

  7. #7
    Headcoach & Racine-Fan Avatar von canadien
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    Zitat Zitat von womola Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung gibt es nur noch eines:

    1.) Veringerung der DEL-Clubs auf 12 Teams
    2.) Der Letzte der DEL steigt ab, der Erste der BL auf
    3.) Der Vorletzte der DEL geht in die Relegation mit dem Zweiten der BL
    4.) Keine Dienstagsspiele mehr; Spiele nur noch Fr. uns So.
    5.) Nur noch 1 - 8 in die Play-Offs

    Ars Vivendi !!!
    Gut nachgeschwätzt. Dies hat zur Folge, dass es weniger Spiele gibt. Ich persönlich finde es so i.O, man sollte aber gegen alle Teams 4 x spielen.

    Im Eishockey ist es so, man führt etwas ein und lässt sich nach einer kurzen Zeitspanne von den Kritikern ins Bockshorn jagen.

    Der Nichtabstieg ist nicht so schlecht, er lässt auch schwächeren Standorten eine Chance und man kann auch befreit Jugendförderung betreiben. Dies etwas was ich bei Duisburg nicht begreife.
    Lafleur 10

    Battle of Quebec, Canadiens vs Nordiques 'Good Friday brawl'
    http://www.youtube.com/watch?v=veX55rLYAgQ&feature=fvw

  8. #8
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    Zitat Zitat von marvin Beitrag anzeigen
    Mal eine ehrliche Frage: was glaubst Du, wie viel davon jetzt wirklich am Eishockey liegt und wie viel vielleicht einfach daran, dass man älter wird, es zur Routine wird, etc? Ist nicht böse gemeint, ich denke nur, dass es eben nicht nur am anderen Eishockey liegt.
    gerade den "Älteren" fehlt oftmals der Sport so wie er früher gespielt wurde und für den man sich damals in dieser Art und Weise begeistert hat.

    Härte gehört zum Eishockey und macht erst das Salz in der Suppe aus....diese DEL kommt einem manchmal vor wie ein mexikanisches Restaurant in dem der Koch von vorne herein nicht scharf kochen darf...das Ergebnis ist öde, fad und langweilig.

    In den USA bekommt man es auch hin, dass nach den diversen Regeländerungen vor 2 Jahren noch "Hockey" gespielt wird...warum nicht bei uns.

    In der Tat aber, bei uns hat es nämlich weitaus früher angefangen mit dem Abgesang des guten alten Eishockeys...nämlich mit der automatischen Spieldauer nach einem Handgemenge (und on top noch 2 Spiele Sperre dazu damals). Man hat den Sport damals regelrecht kastriert und ich bin immer noch der Meinung, dass es mit geschehen ist weil wir damals (bei Einführung dieser Regel) und heute keine Schiris hatten/haben, die mit der Entwicklung des Sports mithalten konnten und auch hitzige Spiele kontrollieren konnten. Es gab auch bei uns mal eine Art "Fight-Kultur" Ende der 90'er, damals ist man damit nicht klar gekommen und dann hat man es einfach rigoros verboten.

    Von der DEL Führung bekam/bekommt man immer erzählt "DAS will der Zuschauer nicht sehen".....ich frage mich nur warum dann nach einem fairen Hockey Fight Spieler, Trainer und Zuschauer bis in Biz Bereiche aufstehen und Beifall bekunden.

  9. #9
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    BAAAH! Wenn ich die Zeitungsberichte heute so lese könnte ich schon wieder nur !!!

    Spiel um Spiel: Webradio und Zeitungsberichte gleichen sich zunehmend.

    Die Adler erschreckend lust- & harmlos...
    Die Adlerspieler entwickeln keine Durchschlagskraft...
    Die Adler tun (MAL WIEDER!!!) zu wenig für das Spiel...

    und die Krönung:

    Die Hamburger Zeitung schreibt schon hämisch (und vollkommen zu Recht), wieso wir Mannheimer überhaupt noch nach Hamburg fahren, wenn wir doch sowieso kein Eishockey spielen wollen?!

    Bezeichnende Aussagen, die ich nach den letzten Jahren auch nur VOLL unterstreichen kann.

    Ich habe auch absolut kein Verständnis mehr für die Schönmalerei, die teilweise von der Ligenleitung, der Vereine, der Spieler und den brothohlen Kommentatoren von Premiere betrieben wird (die ja gegen Nürnberg auch noch Einsatzwillen und ein gutes Spiel unsrer Mannschaft gesehn haben wollen).
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  10. #10
    Who the f*** is Frankfurt Avatar von magicben
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    Zitat Zitat von Meeke19 Beitrag anzeigen
    Von der DEL Führung bekam/bekommt man immer erzählt "DAS will der Zuschauer nicht sehen".....ich frage mich nur warum dann nach einem fairen Hockey Fight Spieler, Trainer und Zuschauer bis in Biz Bereiche aufstehen und Beifall bekunden.
    Genau das ist der Punkt. Der Zuschauer WILL sowas sehen. Das gehört zum Eishockey dazu. Wenn ich ein paar Weicheiern zuschauen will, gehe ich zum Fußball, die sich bei jeder kleinen Berührung 5 Minuten auf dem Boden welzen...

    Ich erinnere an das Spiel gegen Köln. Ich hatte das "Vergnügen" das Spiel aus Block 408 (und nicht wie sonst aus 418) zu verfolgen. Stimmung war da hinten wirklich 0, da halt dort die "normalen" Zuschauer (nicht abwertend gemeint) sitzen. Die Leute dort gehen halt hin, wollen sich das Spiel in Ruhe ansehen und gut ists.
    Als Flache jedoch Renz vermöbelt hat, sind sogar da drüben die Leute aufgesprungen, haben gejubelt usw... (was sie selbst bei den Toren teilweise nicht getan haben).

    Also wer erzählt dass die Leute in den Eishockeystadien sowas nicht sehen wollen, hat entweder noch NIE ein Eishockeyspiel live im Stadion verfolgt oder ist einfach nur blöd in der Birne. Bei den DEL Verantwortlichen tippe ich jedoch eher auf letzteres
    1994 - 05.04.2009
    Danke MERC / Friedrichspark
    Danke Adler / SAP Arena

    Es war eine GEILE Zeit

  11. #11
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    Zitat Zitat von magicben Beitrag anzeigen

    ...

    Also wer erzählt dass die Leute in den Eishockeystadien sowas nicht sehen wollen, hat entweder noch NIE ein Eishockeyspiel live im Stadion verfolgt oder ist einfach nur blöd in der Birne. Bei den DEL Verantwortlichen tippe ich jedoch eher auf letzteres
    Über die Geistesgegenwart eines Herrn Tripcke brauchen wir uns ja gar nicht zu unterhalten!

    Er versteht es ja schon beinahe seit Jahrzehnten, die teilweise guten Vorschläge der Vereine (Herr Kuhl fordert ja regelmäßig eine bessere Vermarktung der DEL an sich) zu ignorieren und nur SCH***** zu produzieren! Liegt vielleicht auch Standort der DEL-Führung.
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  12. #12
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    Es

    fehlen
    Kälte im Winter
    alte Rivalitäten
    ausgereifte Feindbilder
    beliebte Schlachtrösser
    "Licht aus"
    mehr EISHOCKEY-Fans" denn Event-Fans
    alte Spielregeln
    Auf- und Abstieg
    Wunderkerzen
    mehr Nähe zur Eisfläche
    Faustkämpfe

    Liste durchaus verlängerbar.

    Es kommen einfach viele Dinge zusammen. Ein Punkt ist sicher: Im Leben vieler bzw. dem Gros der Zuschauer ist das Eishockeyspiel nicht mehr DAS Ereignis der Woche. Aus fiebernden Fans sind eben auch konsumierende Zuschauer geworden.
    Die Zeiten ändern sich. Ich habe es schon oft geschrieben: Niemand wird gezwungen, sich das IMMER anzuschauen.
    Die (guten) alten Zeiten kommen nie mehr zurück, das ist in allen Lebenslagen so und das ist in der überwiegenden Anzahl der Fälle auch gut so. Für das Hockey sehe ich das zwar anders, habe aber auch die Konsequenz daraus gezogen.
    Andruff

  13. #13
    Benutzter Registrierer Avatar von MaxPower78
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    Warum nicht mal am 30.1. vor einem großen Publikum gegen die DEL wettern ?

    z.B.
    "S c h e i s s DEL"
    oder
    "DEL DEL du bist ein scheiss-Verein, aber das muss so sein"

    oder auch andere kreativere Protestgesänge..........wir haben ja genug kreative Köpfe

  14. #14
    EishockeyFANatiker
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    Meine Freunde von der SCMA sind doch auch sonst immer so kreativ, wenn es um tolle Aktionen geht.

    Wie wäre es denn mal mit ein paar kritischen Transparenten?! Ach ich hab ja vergessen... kritisch gegenüber dem Verein zu sein wird ja als Hochverrat eingestuft!

    Früher wurde Unlust auch mit "bösen" Transparenten abgestraft.. auch für die DEL-Führung hatte man ein paar passende Worte parrat.
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  15. #15
    8. Weltwunder Avatar von thorsten
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    Es gab mal Zeiten da habe ich mich tierisch aufgeregt wenn ich an einem Spieltag arbeiten mustte und alles daran gelegt den Abend eines Spieles frei zu bekommen. Mittlerweile ist mir das fast schon egal. Habe ich an einem Spieltag zufällig frei- schön, wenn nicht- auch nicht schlimm.
    Mir fehlt einfach das Flair von früher. Wie hier schon beschrieben wurde, man traf sich teilweise schon mittags, hatte zuvor tagelang besprochen wann man sich wo trifft und wer was mitbringt (trinken, essen, evtl auch mal nen blauen Sack voller Konfetti), stand fast schon nervös stunden vor dem Stadion und fror sich den A*** ab und das auch bei Spielen gg Moskitos Essen oder ander Duisburgern der damaligen Zeit.

    Warum?

    Weil der Sport schön anzusehen war, er hat mich gefesselt, man hat mitgelitten bei einer Niederlage, aber genauso einen Sieg frenetisch gefeiert. Hat die Mannschaft mal ansatzweise Lustlosigkeit dargeboten bekam sie das auch zu spüren von den Fans, wurde aber auch gefeiert für schönes Eishockey. Es gab Feindbilder und nicht diese "One-World-Mentalität", die meiner Meinung nach aber auf das heutige Kuschelhockey zurückzuführen ist. Klar hat man sich mit den gegnerischen Fans verstanden, auch mal das ein oder andere Bier getrunken, doch während des Spiels wurde der Gegner verhöhnt, beschimpft.
    Es kochten Emotionen hoch bei Schlägereien oder wurden gar Schiris durch den Park gejagt das sie mit offenem Kofferraum davonrauschten. Es gab persönlichkeiten auf dem Eis, die nicht unbedingt durch spielerische Fähigkeiten sich den gegnerischen Respekt einbrachten, sondern durch körperliche Präsenz. Dies war auch mal bei einem Martinec so, doch auch er hat sich der Liga angepasst.
    Emotionen auf dem Eis und im Publikum waren bei jedem Spiel an der Tagesordnung, heute sind diese unter der Kategorie "Vom Aussterben bedroht" abzuheften.
    Ja teilweise war es für mich eine Art stressabbau wenn ich zum Eishockey ging, heute frage ich mich: "soll ich mir den Stress wirklich antun?"

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