Rheinpfalz:
Adler erwischt's in Berlin mit 2:7 hart
BERLIN (vec). Anderthalb Drittel lang sah es gestern so aus, als sollten die Adler Mannheim an ihrem Ausflug nach Berlin Freude haben können. Denn die Eisbären zeigten sich vor 13.700 Zuschauern zunächst recht müde. Kein Wunder, hatten die Berliner 24 Stunden zuvor an gleicher Stätte gegen die Nürnberg Ice Tigers gespielt und 7:2 gewonnen. Mit ein paar eklatanten Fehlern aber verspielten die Adler beim Tabellenführer ihre 2:1-Führung und mussten schließlich eine 2:7 (1:1, 1:4, 0:2)-Niederlage hinnehmen.
Somit verpassten die Adler schon jetzt die sichere Teilnahme am Play-off-Viertelfinale. Die ist den viertplatzierten Adlern aber trotzdem zwei Spieltage vor Schluss der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga wohl kaum noch zu nehmen, schließlich haben sie sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellensiebten Nürnberg.
Das Spiel hatte mit einem 5:3-Überzahltor der Eisbären durch Mark Beaufait begonnen. Danach aber hatten die mutig angreifenden Adler durchaus spielerische Vorteile. Colin Beardsmore fälschte einen Schlagschuss von Pascal Trepanier zum 1:1 ab, Berlins Torwart Zepp hatte keine Chance. Als Tomas Martinec dann nach 25 Spielminuten mit einem Nachschuss sogar die Führung für die Gäste erzielte, schienen die Gastgeber verunsichert. Doch nach einem etwas glücklichen Tor zum 2:2 durch Steve Walker brachen die Adler ein. Im Überzahlspiel brachte der Ex-Mannheimer Andy Roach Berlin in Führung.
Dann kamen die schlimmen 35 Sekunden für die Adler: Zunächst traf mit Nathan Robinson noch ein ehemaliger Mannheimer für Berlin, und dann hatte mit Preston Ryan ein aktueller Mannheim einen Blackout: Ryan spielte den Puck vor dem eigenen Tor auf den Berliner Tyson Mulock, einen Querpass später hatte Alexander Weiß zum 5:2 für die Eisbären getroffen. Florian Busch erhöhte im letzten Drittel sogar noch auf 6:2. Als die Adler resignierten und die Berliner in 3:5-Unterzahl waren, traf Alexander Weiß zum 7:2 für Berlin, und die Halle tobte.
Adler Mannheim: Brathwaite - Sloan, Butenschön; Arendt, Forbes, Hackert; Ryan, McGillis - Mauer, Methot, Jaspers; Bouchard, Schneider - Martinec, Beardsmore, Kink; Trepanier, Petermann, Flache.
Tore: 1:0 Beaufait (Rankel) 3:57, 1:1 Beardsmore (McGillis) 9:56, 1:2 Martinec (Kink), 2:2 Walker (Braun) 25:16, 3:2 Roach (Mulock) 30:24, 4:2 Robinson (Beaufait) 38:08, 5:2 A. Weiß (Mulock), 6:2 Busch (Robinson) 49:27, 7:2 A. Weiß (Rankel) 58:01 - Strafminuten: 12 - 12 - Beste Spieler: Trepanier - Walker, A. Weiß - Zuschauer: 13.700 - Schiedsrichter: Looker (USA), Jablukov (Berlin).


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