Rheinpfalz:
Schlappe in Straubing
Eishockey: Adler Mannheim verlieren mit 4:5
Von Michael Bauer
STRAUBING. Die Leidenschaft war da, auch die Laufbereitschaft, doch zum Sieg brauchte es beides über die volle Distanz. So verloren die Adler Mannheim auch gestern Abend beim bisher sieglosen Schlusslicht Straubing mit 4:5 (3:2, 1:1, 0:1) nach Penalty-Schießen.
Schon im ersten Drittel war Straubing jederzeit gefährlich, die Adler hatten aber Fred Brathwaite im Tor, der in Unterzahl auch das 1:0 einleitete, abgeschlossen von Colin Beardsmore im Nachschuss. Als Andy Hedlund per Direktschuss von der blauen Linie zum 2:0 nachlegte und Justin Papineau noch zwei Großchancen hatte, schienen die Adler schon in diesen ersten 20 Minuten das Spiel zu entscheiden.
Doch dann kamen die Fehler: Erst übersah die Defensive Baindl, dann behinderten sich Sven Butenschön und Andy Hedlund gegenseitig. Bassen sagte Danke, passte auf Ramsay und schon hieß es 2:2. Mario Scalzo in Überzahl sorgte aber kurz vor Ende des Drittels für die erneute Führung. Die Adler waren zumindest läuferisch und technisch klar überlegen. Doch damit war es in Abschnitt zwei erst einmal vorbei. Zunächst hatten die Adler in Person von Brathwaite alles im Griff. Dann aber ließ sich Chris Schmidt Mitte des Drittels zu einem Stockstich gegen Meloche provozieren und musste unter die Dusche. In der anschließenden Unterzahl spielten die Adler dann zwar viereinhalb Minuten leidenschaftlich - brachten immer wieder die Scheibe raus, warfen sich in die Schüsse - doch gegen Ende des Unterzahlspiels war die Leidenschaft der Straubinger größer und es fand ein Schlagschuss des Ex- Adlers Tremblay den Weg in die Maschen. Das 4:3 durch Pollock (37.) durfte getrost als glücklich bezeichnet werden - es war die zweite echte Adler-Chance in diesem Abschnitt.
Im Schlussabschnitt ein ähnliches Bild wie vorher. Straubing mühte sich und hatte erst Pech, als Bassen in der 50. Minute die Latte traf. Da die Adler nichts gegen den zunehmenden Druck unternahmen, kam es wie es kommen musste. Trew traf nach der dritten Großchance in Folge zum 4:4, Ramsey besorgte im Penaltyschießen den Zusatzpunkt. Zuvor hatten die Adler in der Verlängerung eine Unterzahl überstanden.
So spielten sie
Adler Mannheim: Brathwaite - Hedlund, Butenschön; Schmidt, Petermann; Pollock; Scalzo, Reul - Robinson, Methot, Papineau; Mauer, Seidenberg, Hackert; King, Forbes, Kink; Arendt, Beardsmore, Martinec
Tore: 0:1 Beardsmore (Kink) 8:58 , 0:2 Hedlund (Martinec) 13:00, 1:2 Baindl (Stewart) 14:18, 2:2 Ramsay (Bassen) 17:20, 2:3 Scalzo (King) 18:51, 3:3 Tremblay (Schönberger) 33:16, 3:4 Pollock (Arendt) 36:51, 4:4 Trew (Ramsay) 54:11, 5:4 Ramsey (Penalty) - Strafminuten: 8 - 17 + Spieldauerstrafe Schmidt - Beste Spieler: Bassen, Tremblay, Trew - Brathwaite, Forbes - Zuschauer: 3.632 - Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen).


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