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Thema: 9.10.09 Adler Mannheim - Straubing Tigers 4:3 nP (Spielberichte)

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    9.10.09 Adler Mannheim - Straubing Tigers 4:3 nP (Spielberichte)

    Rheinpfalz:

    Adler müssen nachsitzen

    Eishockey: Mannheim schlägt Schlusslicht Straubing nach Penaltyschießen 4:3 - Starker Seidenberg


    Von Oliver Wehner

    Mannheim. Erst im Nachsitzen sicherten sich die Adler Mannheim gestern Abend zwei Punkte, bezwangen Liga-Schlusslicht Straubing Tigers nach Penaltyschießen 4:3 (1:2, 0:0, 2:1; 1:0).

    Ja, so ist das, wenn nach drei Erfolgen hintereinander der Tabellenletzte nur eine Zwischenstation auf der langen Siegesserie werden soll. Die Adler wirkten im ersten Drittel wie ein Brezelhändler, der nach drei verkauften Mohnstangen seine Bude schließt und mit dem Schild versieht: „Wegen Reichtums geschlossen!" Am konzentriertesten wirkte der Tabellenzweite noch in einer Unterzahlsituation zu Beginn, die er abgesehen von einem Lattentreffer Bassens vor allem dank Felix Petermanns Aufräumarbeiten unbeschadet überstand. Aber danach machten die Gäste weiter das Spiel - und gingen durch Dustin Whitecotton sogar in Führung.

    Bis zum Ausgleich hatten die Adler praktisch keine Torchance, und die Szene des 1:1 war eigentlich auch keine. Jame Pollock schoss in Überzahl, und der Yannic Seidenberg fälschte die Scheibe glücklich ins Tor ab. Hätte der Flügelstürmer kurz danach in erneuter Überzahl das 2:1 folgen lassen, wäre wohl alles glatt gelaufen. So aber der negative Höhepunkt aus Mannheimer Sicht: Krasser Trepanier-Fehler in der neutralen Zone, Eric Meloche auf und davon, gnadenloser Abschluss zum 1:2, ein Shorthander (Tor in Unterzahl), die Höchststrafe also. Nur gut, dass der fast kahlköpfige Trainer Doug Mason seinen Humor behalten hat: „Ich habe nur noch wenige Haare zum Haareraufen ..."

    Noch eine Kostprobe gefällig? Über die Verspieltheit von Nathan Robinson sagt Mason: „Er hat eine schöne Frau. Ich möchte, dass er mit ihr verheiratet bleibt - und nicht mit der Scheibe." Gestern war"s fast Galgenhumor, denn nach guten Ansätzen am vergangenen Wochenende, als Robinson einfacher und auch erfolgreicher spielte, hielt er gestern den Puck oft wieder viel zu lange. Dass es anders (und besser) geht, bewies er bei seinem Treffer zum 3:2 (56.): satter Flachschuss.

    Eine wieder kuriose Szene brachte zuvor den Ausgleich: Der glücklose Francois Methot bekam einen Schuss aufs Ohr, diesen Abpraller nutzte Seidenberg zu seinem zweiten Treffer (42.). Einigermaßen dämlich dann aber Hackerts Attacke gegen Torwart Bales - die Strafzeit nahm Schwung raus und bereitete sogar eine einminütige 3:5-Unterzahlsituation vor. Freddy Brathwaite aber hielt die Adler im Spiel. Die Freude über Robinsons 3:2 währte nur kurz, mit 3:3 ging"s in die auf beiden Seiten ereignisreiche, aber torlose Verlängerung. Im Penaltyschießen trafen Seidenberg und Forbes für die Adler, Brathwaite hielt fünf Schüsse.


    So spielten sie

    Adler Mannheim: Brathwaite - Pollock, Petermann; Trepanier, Schmidt; Reul, Butenschön; Scalzo - King, Forbes, Kink; Robinson, Methot, Seidenberg; Martinec, Beardsmore, Arendt; Mauer, Hackert

    Tore: 0:1 Whitecotton (Bassen) 9.27, 1:1 Seidenberg (Pollock) 13.36, 1:2 Meloche 16.22, 2:2 Seidenberg (Methot) 41.41, 3:2 Robinson (Methot) 55.33, 3:3 Canzanello (Trew) 56.03, 4:3 Forbes/Penalty 65.00 - Strafminuten: 12 - 22 - Beste Spieler: Brathwaite, Scalzo, Seidenberg - Bales, Bassen - Zuschauer: 10.795 - Schiedsrichter: van Gameren (Berlin).

  2. #2
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    Rhein-Neckar-Zeitung:

    Adler scheitern fast am Straubing-Fluch

    Schmeichelhafter Mannheimer 4:3-Sieg nach Penalty-Schießen gegen das Schlusslicht


    Mannheim. (RK) Nur mit viel Glück und am Schluss auch Nervenstärke besiegten die Adler Mannheim gestern Abend vor knapp 11.000 Besuchern in der SAP Arena nach zwei schwachen Dritteln mit 4:3 (1:2, 0:0, 2:1,1:0) die auswärtsstarken Straubing Tigers nach Penalty Schießen. Die Blau Weiß Roten leisteten sich erneut einen sehr diskretes Anfangsdrittel und wirkten nach dem Dienstag Spiel in Hannover weder körperlich frisch noch ideenreich an der Scheibe. Die Spielzeituhr lief bereits Richtung 14. Minute, bevor der erste Schuss überhaupt auf das Tor der Niederbayern kam - er bedeutete durch Yannick Seidenbergs Abfälscher nach einem Schlagschuss von Pollock in Überzahl den 1:1 Ausgleich. Zuvor waren die Mason Schützlinge auch beim ihrem sechsten Heimauftritt in Rückstand geraten, als Whitecotton (10.) kurz vor dem Torraum erfolgreich nachstocherte. Ärgerlich das 1:2, als im Gegenzug an die von Seidenberg verpasste Führung Meloche für die Gäste gar in Unterzahl traf. Nach der ersten Pause schien es zunächst, als wollten die Gastgeber alles Versäumte auf einmal nachholen, aber zehn Minuten Spiel auf ein Tor blieben ohne die ganz großen Möglichkeiten. Im Gegenteil: Zweimal stand Mannheim das Glück zur Seite, als Morin (34.) und Bassen (38.) frei vor Freddy Brathwaite auftauchten, aber zum Glück für die Adler in Torschuss Panik gerieten. Die stimmliche Daueranfeuerung der Stehplatzkurve wurde von den Protagonisten auf dem Eis erst zu Beginn des letzten Drittels belohnt, als wiederum Seidenberg (42.) einem gewaltigen Schuss von Trepanier den letzten Dreh ins Tor gab. Was letzten Sonntag gegen Kassel noch gut ging, gelang diesmal den Adlern in einer hektischen Schlussphase, die von vielen Konzessionsentscheidungen des Schiedsrichters geprägt war, nicht. Trotz der erstmaligen Führung durch Nathan Robinson vier Minuten vor der Sirene reichte es nicht zum Dreier, weil sich nach einem Press Schlag Canzanello als Schütze des 3:3 feiern lassen durfte. In der Verlängerung traf Robinson (62.) den Pfosten, so dass wie schon beim ersten Aufeinandertreffen in Straubing die Entscheidung im Penalty Schießen fallen musste. Waren damals die Niederbayern der Sieger, behielt diesmal Colin Forbes als sechster Mannheimer Schütze am Ende eines spannenden, aber keineswegs hochklassigen Spiels die Nerven und verwandelte zum 4:3 Endstand.

    Adler Mannheim - Straubing Tigers 4:3 n.P.(1:2, 0:0, 2:1, 1:0); Schiedsrichter: van Gameren (Berlin); Zuschauer: 10.795, Tore: 0:1 Whitecotton (10.), 1:1 Seidenberg (14.), 1:2 Meloche (17.), 2:2 Seidenberg (42.), 3:2 Robinson (56.), 3:3 Canzanello (57.), 4:3 Forbes (Penalty); Strafminuten: Mannheim 12/Straubing 22.

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