Mannheimer Morgen:
Eishockey: Niederlage bei den Straubing Tigers / Mannheimer kassieren viele Strafzeiten / Torhüter Lukas Lang mit Glanzparaden
Mauers Verletzung überschattet 3:5 der Adler
STRAUBING. Die 3:5 (1:2, 0:1, 2:2)-Niederlage der Adler Mannheim gegen die Straubing Tigers wurde von der schweren Verletzung von Frank Mauer überschattet. Der Stürmer war in der vierten Minute Kopf voraus mit seinem ehemaligen Teamkollegen Peter Flache zusammengeprallt und regungslos liegen geblieben. Der 21-Jährige musste auf einer Bahre vom Eis gebracht werden. „Frank Mauer hat auf jeden Fall eine Gehirnerschütterung erlitten“, erklärte Adler-Pressesprecher Matthias Fries. „Im Krankenhaus werden weitere Untersuchungen gemacht. Er wird auch auf jeden Fall über Nacht dort beobachtet werden.“
Die Partie begann schon ganz und gar nicht nach Wunsch der Kurpfälzer. Bereits in der dritten Minute waren die Tigers mit 1:0 in Führung gegangen. Schönberger hatte hinter dem von Lukas Lang gehüteten Tor genügend Zeit, um Röthke mit einem guten Pass zu bedienen. Nach der Verletzung von Mauer standen seine Kollegen sichtlich unter Schock. Forbes verlor das Bully, Stewarts Schuss durchs Gewühl fand seinen Weg in die Maschen, der Adler Schlussmann war chancenlos. Erst fünf Minuten vor der Pause gelang Justin Papineau in Überzahl der Anschlusstreffer zum 1:2.
Der zweite Spielabschnitt war gerade drei Sekunden alt, als sich Chris Schmidt „Übeltäter“ Peter Flache vorknöpfte. Es entwickelte sich eine ordentliche Schlägerei, die Schiedsrichter Willi Schimm mit jeweils fünf Minuten plus Spieldauer-Disziplinarstrafe ahndete. Auch in der Folge schickte der Unparteiische vor allem Adler-Spieler in die Kühlbox. Angesichts der vielen Unterzahl-Situationen stand Lang immer wieder im Mittelpunkt und zeigte sein Können. Der 23-Jährige kam erneut für den angeschlagenen Freddy Brathwaite zum Einsatz und verhinderte ein ums andere Mal Schlimmeres. Und
musste auch mal einstecken, so, als Ramsay ihm die Maske vom Kopf riss. Dafür kassierte der Straubinger zwar eine Strafe, doch auch Adler-Verteidiger Andy Hedlund musste brummen. Kein Wunder, dass auch das 3:1 für die Tigers in Überzahl fiel: Wie beim 2:1 verloren die Blau-Weiß-Roten das Bully im eigenen Drittel, Elfring zog ab, Lang sah die Scheibe zu spät und war geschlagen. „Es wird verdammt schwer, dieses Spiel noch zu drehen, weil wir zu viele Strafzeiten kassieren“, ärgerte sich Felix Petermann, der wegen eines vermeintlichen Checks gegen den Kopf zwei plus zehn Minuten kassiert
hatte.
Im Schlussdrittel fuhr Lang gegen Röthke seine Fanghand aus (44.), ehe er kurz darauf das 4:1 kassierte, als der Schuss von Schönberger unter dem liegenden Schlussmann über die Linie rutschte. Die Antwort kam prompt: 28 Sekunden später schoss Pascal Trepanier, Elfring fälschte zum 2:4 ab. Nach dem 3:4 von Scott King 50 Sekunden vor Schluss witterten die Adler ihre Chance, doch als Lang für einen sechsten Feldspieler Platz machte, versenkte Schnitzer zum 5:3. jako
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