Hallo,
jetzt, wo die Vorrunde zu Ende ist und die Play-Offs vor der Tür stehen, will ich die vergangene Saison mal Revue passieren lassen:
Zu Beginn standen die Veränderungen in der Mannschaft und die Namen der Neuverpflichtungen hatten einen guten Klang. Die Rückkehr von Nathan Robinson freute mich, zumal ich noch ein passendes Trikot im Schrank hatte.![]()
Der neue Trainer "Ready To Win" machte einen guten Eindruck. Und es gab in der Tat schon erste Fragezeichen: Würde er aus den verpflichteten Stars eine Mannschaft formen können.
"The Boys Are back In Town": Der Startschuss zur neuen Saison - viel Licht und wenig Schatten, sowohl im realen als auch im übetragegenen Sinn. Robinson wechselt nach Mannheim, um auch diese Saison wieder Meister zu werden. Die Jagd auf Berlin wurde eröffnet. Im Nachinein: Vielleicht ein wenig zu viel Hochmut und damit verbunden auch Erfolgsdruck. Verdammt zum Erfolg?
Richtig los ging es dann mit den Test-Turnieren in Heilbronn und Salzburg. Turniersieger in Heilbronn, vorletzter in Salzburg, aber gegen den amtierenden Europa-Champion gewonnen. Die Mannschaft war noch nicht perfekt, aber wusste zu gefallen. Die Hoffnung überwog. Die Tage in Salzburg haben Spaß gemacht. Ein Höhepunkt war sicher der gemeinsame Abend mit Trainern und Mannschaft. Doug Mason verstärkte seinen positiven Eindruck, er wußte den Fans zu gefallen.
Das erste reguläre Spiel gegen Nürnberg wird gewonnen. Platz 1 in der Tabelle für einen Tag. (Ok, später kamen noch zwei oder drei Tage an der Spitze hinzu ...) Der restliche September wird holprig, die Mannschaft findet offenbar nicht so rasch zusammen, wie erwartet. Mannheim findet sich in der unteren Tabellenregion wieder. Die Reihen werden durcheinandergewürfelt, wohl in der Hoffnung, zufällig eine funktionrende zu erwischen. Aber auch Berlin patzt hin und wieder und so bleibt das Feld noch dicht zusammen. Noch ist nichts verloren. Besser anzusehen als die letzten
Spiele unter der "Mumie" sind die Spiele noch allemal. Die Arenabesuche machen meist noch Spaß und sind fast immer spannend.
Dann der "goldene Oktober". Nach Punkten (im Schnitt über 2 Punkte pro Spiel) sind die Adler im Oktober die beste Mannschaft der DEL. Spannung ist zwar schön und gut, aber irgendwie werden die Spiel zu knapp, zu glücklich gewonnen. Selten sind die Adler deutlich überlegen. Die Findung der Mannschaft wirkt immer noch nicht abgeschlossen. Ich gewinne den Eindruck, dass die Adler gegen gute Mannschaften richtig gut spielen, gegen Schwächere aber nur das bringen, was nötig ist. Kann das auf Dauer gut gehen? Ende Oktober führen die Adler nochmal von Donnerstag bis Sonntag kurz die Tabelle an.
November bis Januar: Der Absturz. Es gibt zwar dann und wann ein tolles Drittel und die Spiele in Davos waren auch sehr ordentlich, aber die Punkte bleiben aus. Das Selbstbewußtsein schwindet, die Mannschaft wirkt immer noch wie ein Haufen Einzelkämpfer. In Davos kommt Spylo dazu, zunächst ein Hoffnungsträger. McGilles will die Adler in Davos nur verstärken, wenn er bis Saisonende bleiben kann. Das leht Kuhl ab. Eine (weitere) krasse Fehlentscheidung. Es wird langsam deutlich: Doug Mason ist mit dieser Truppe überfordert. Seine Aussagen wirken immer schwächer, sein zur Schau gestellter Optimismus unrealistisch. Sieht er nicht, wie verfahren die Situation ist. Es gibt wieder
Spiele, bei denen mir durch den Kopf geht, was ich zu Hause in der Zeit sinnvolleres hätte tun können. Mindestens einige Wochen zu spät erfolgt der Rauswurf des Trainers. Er ist gewiß nicht alleine Schuld, aber wer sonst hätte durchgreifen können, um etwas zu ändern? Dazu war er aber der falsche Mann. Bei der Auswahl des Trainers lag man (mal wieder) daneben. Der Sturm ist suboptimal, die Verteidigung eine Katastrophe ... Teal Fowler holt nun doch McGilles. Der weiß, wie man verteidigt. Langsam geht es aufwärts, auch wenn Punkte zunächst ausbleiben und die Adler drauf und dran sind, aus den Pre-PlayOffs herauszufallen.
Im Februar ist die Punkteausbeute optimal. Dank funktionierender Verteidigung und Torleuten in Bestform werden alle vier Spiele gwonnen. Dummerweise sind die direktzen Konkurenten auch nicht übel, sodass mühsam der 9. Platz in der Tabelle erreicht wird.
Im März geht die Aufholjagd zunächst mit 4 weiteren Dreiern in Folge weiter. Wenige Tore, aber ein schönes Spiel in Nürberg. Platz 8 wird stabilisiert und Platz 6 erscheint am Horizont. Aber dann das Spiel gegen Kassel: Nach zwei Toren in den ersten zwei Spielminuten ist er wieder da, der Hochmut, der bekanntlich vor dem Fall kommt. "Nur noch 8!" skandiert das Publikum, bereit die Huskies aus der Halle zu brüllen ... aber bei den Adlern klappt nichts mehr. Ein grausliches Spiel. Was war passiert? Nach dem verlorenen Spiel in Hannover ist Platz 6 wieder hinterm Horizont verschwunden und das Heimrecht bei den Pre-PlayOffs wird gegen Frankfurt und in Iserlohn auch noch verspielt. Platz 9 ist das Endergebnis der Vorrunde, das zweischlechteste in der Geschichte der Adler!
Alles in allem eine sehr durchwachsene Saison. Es gab durchaus spannende und schöne Spiele und es hat tatsächlich auch meistens noch Spaß gemacht in der Arena und bei den Auswärtsfahrten, aber es gab auch Spiele, die ärgerlich waren ... und es gab den Spieltag58, der sicher nicht ohne Wirkung bleiben wird und Hoffnung schürt für kommende Saisons.
Was können die Adler diese Saison noch erreichen? Ich wünsche mir natürlich noch möglichst viele Spiele in der Arena, aber es ist genausogut möglich, dass ich am Freitag zum letzten Heimspiel der Saison gehe. Ich hoffe natürlich auf mehr. Mir ist es egal, ob es sich die Adler oder sonstwelche verdient haben: Ich habe es mir verdient! Und die bisherigen Spiele gegen Berlin waren immer recht ordentlich oder gar ein Genuß wie das erste PlayOff-Heimspiel gegen Berlin im letzten Jahr. Ja, ich würde mir wünschen, die Adler werfen Augsburg 'raus und träfen im Viertelfinale auf Berlin!
Gruß
Roland


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Da soll natürlich "Freitag" statt "nachher" stehen. Werde es sofort korrigieren. Nachher hänge ich am PC und nebenbei wird das Webradio laufen. Die Hoffnung stirbt zuletzt! 




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