Richtig, aber in Übersee hat Eishockey einen anderen Stellenwert als in Europa, genauso wie Fußball in Europa einen anderen hat als in Nordamerika. Schon allein die Infrastrukur des Sportes im Allgemeinen ist in Nordamerika eine ganz Eigene. Nicht mit der in Europa zu vergleichen. Die KHL wurde in Russland gegründet um eine Konkurrenzliga zur NHL zu etablieren. Ein bisschen was von Kalter Krieg "Romantik" hat das ganze schon. Und es gibt schon jetzt Clubs, die mittelfristig nicht überleben werden. Niemand wird sie auffangen. Ist Real Madrid finanziell am Ende finden sich immer Konzerne, Multimilliardäre die einspringen. Wer aber springt denn für die Kölner Haie ein, ein Traditionsclub des Deutschen Eishockeys?! Wie man sieht sind es hier ganz andere Strukturen, historisch gewachsen.
Sicherlich sind die Strukturen veraltet und verkrustet, aber wie Robert schon sagte, man geht den zweiten vor dem ersten Schritt. Eine europäische Elite-Liga ohne Unterbau ist zum scheitern verurteilt. Was passiert mit Clubs wie Ingolstadt, Iserlohn, Straubing, Hannover, Augsburg? Und mal ganz zu schweigen mit den 2. Liga-Clubs und gar nicht zu reden von den Oberliga Clubs.
Diese Elite-Liga riecht nach VIP-Liga, der gemeine Fan wird früher oder später untergehen, weil er sich die Eintrittspreise nicht mehr leisten kann. Denn die werden massiv steigen müssen, will man mit den Spitzen-Clubs mithalten.
Jetzt aber mal abgesehen von dieser Liga auf dem Papier finde ich ein Vorbereitungstunier erste Sahne. Das ist Kräftemessen auf höchstem Niveau. Salute Cup und Spengler Cup hatten ja schon Defizite in der Mannschaft aufgezeigt. Hier kann man richtig gut Testen für eine hoffentlich bald abgespeckte deutsche Liga mit längeren Play-Offs und weniger Teams.


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