Transparenz ist nicht alles, denn gut gemeint bedeutet nicht gleichzeitig auch gut gemacht. Es ist eine Frage der Glaubwürdigkeit, wenn man bei einem sportlich eigentlich abgestiegenen Zweitligisten aus dem Stand neue Maßstäbe setzen will. Da droht im Fall der Übertreibung ganz schnell die Übersättigung von Fans, Medien und Sponsoren. Langsam muss man es angehen und erst mal einen „Markt“ für das eigene Angebot entstehen lassen.
In Mannheim ist die Zeit reif für eine klare Philosophie oder eine eigene Identität. Die Verpflichtung von Robert Dietrich passt ins altbekannte Mannheimer Puzzlemuster. Es ist ebenso wenig eine Überraschung wie die Aussage, dass man alle „unzufriedenen“ Nordamerikalegionäre auf der Einkaufsliste hat. Man kauft weiter nach Namen und Statistiken ein, ob sie zu Mannheim oder zueinander passen ist dabei völlig egal.
In meinem Bekanntenkreis tummeln sich glühende Fans von allen möglichen Sportarten und beim Beispiel Fußball, von den unterschiedlichsten Clubs aus dem In- und Ausland. Fragt man sie, warum sie Fan vom betreffenden Club sind, so können die meisten eine ellenlange Liste von Argumenten aufzählen, was an diesem Club so besonders ist, dass man mit ihm mitfiebert, wie mit keinem anderen. Und dieser Monolog wird mit einer derartigen Begeisterung und Überzeugung dargeboten, dass ich mich in solchen Momenten nur aufs Träumen besinnen kann. Denn vergleichbaren Stolz und Begeisterung kann ich beim Gebotenen der Adler in den letzten Jahren nicht wirklich empfinden. Es grenzt an ein Wunder, dass nicht „Softies“ als neuer Hauptsponsor einsteigt, denn es ist wirklich zum Heulen, was für Chancen man in Mannheim kläglich versiebt.
Und täglich grüßt …Robert
Interessantes Konzept! Allerdings wird sich ein Hopp Jr. nicht das Mitspracherecht am (sportlichen) Alltagsgeschäft nehmen lassen und in die Rolle als Geldgeber und Betriebswirt zurückzutreten.
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