Eishockey: Mannheim startet am Mittwoch in hochkarätig besetztes Vorbereitungsturnier / Skandinavienreise führt nach Helsinki und Oslo
European Trophy für Adler besonderer Ansporn
Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter
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Mannheim. Ronny Arendt hob den Daumen. "Ich bin superfroh, dass es in der Vorbereitung mal nicht nach Garmisch und in die Schweiz geht", sagte der Stürmer der Mannheimer Adler angesprochen auf die European Trophy. Während die Ligakonkurrenz meist gegen Ihresgleichen testet, gehen die Blau-Weiß-Roten in dieser Saison einen anderen Weg. Sie nehmen zusammen mit 17 anderen europäischen Top-Klubs an dem erstmals ausgetragenen Turnier teil.
Zum Auftakt steht für die Mannschaft von Harold Kreis eine Reise in den hohen Norden auf dem Programm. Heute geht der Flieger nach Finnland, wo die Adler am morgigen Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Jokerit Helsinki und am Samstag (17 Uhr) gegen IFK Helsinki antreten. Dazwischen liegt der Trip nach Norwegen, wo am Freitag (18.30 Uhr) Vålerenga IF Oslo der Gegner ist. In der kommenden Woche folgen drei Heimspiele gegen schwedische Klubs, bevor es nach Prag zum HC Sparta geht. Der Vorrundenabschluss findet am 28. August in Heilbronn gegen die Eisbären Berlin statt. Belegen die Mannheimer in ihrer Capitals Division einen der ersten vier Plätze, würden sie vom 3. bis 5. September in Salzburg um den Turniersieg spielen. Dort warten die Top-Vier der Central Division.
Wunderdinge darf man von den Adlern bei ihrer Skandinavienreise noch nicht erwarten. "Im Vergleich zu den finnischen Teams haben wir drei bis vier Wochen Trainingsrückstand", sagt Manager Teal Fowler, der das hochklassig besetzte Vorbereitungsturnier begrüßt: "Freundschaftsspiele haben einen anderen Charakter. Da erkundigen sich die Jungs oftmals, wie es dem anderen im Sommer so ergangen ist. Bei der European Trophy geht es dagegen gleich voll zur Sache." Auch die Trainer könnten wichtige Rückschlüsse ihrer bis dato geleisteten Arbeit ziehen. "Noch besteht die Möglichkeit, Fragen zu beantworten und Fehler auszubügeln", betont Fowler.
Bisher haben Harry Kreis und Mike Schmidt nicht entschieden, wer die Adler in der Vorbereitung als Kapitän aufs Eis fühlen soll. "Ich würde mich für Ronny Arendt entscheiden, denn sein Wort hat Gewicht", sagt Lukas Lang. In welchen Partien der 24-Jährige oder Freddy Brathwaite im Tor stehen wird, ist auch noch offen. "Es bietet sich nicht oft die Gelegenheit, gegen solche Topteams zu spielen. Für mich ist das ein besonderer Ansporn", sagt Lang. Auch Stürmer Marcus Kink spricht von einer "Superchance".
Bei aller Euphorie im Vorfeld wollen die Adler die European Trophy nicht als Generalprobe einer Europaliga verstanden wissen - auch wenn Fowler den einen oder anderen Gedanken daran verschwendet: "Die DEL mit zwölf Mannschaften und eine Champions League wie im Fußball - das hätte was!"
Mannheimer Morgen
10. August 2010
Quelle: www.morgenweb.de


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