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Thema: Presse vom 1.9.10

  1. #16
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    Freundschaft zwischen den Trainern

    Mike Schmidt tickt wie sein "Chef"

    In den 1990ern mussten die Manager in der deutschen Eishockeyszene keine Unsummen investieren, um großen Erfolg einzukaufen. Das Geld war in einem einzigen Spieler gut angelegt: in Meistergarant Mike Schmidt. Der neue Co-Trainer der Adler brachte das Kunststück fertig und gewann gleich sechs DM-Titel in Folge.

    Zunächst holte der 49-Jährige unter Hans Zach vier Meisterschaften nach Düsseldorf, danach stand er mit dem EC Hedos München ganz oben. Und sogar vom Aus des bayrischen Klubs sollte Schmidt ein Jahr später profitieren. Er wechselte zu den Kölner Haien. Was am Ende der Saison passierte? Klar, der Deutsch-Kanadier durfte erneut den Pokal in die Höhe stemmen.

    "Ich denke, dass ich von dieser Geschichte auch als Trainer profitieren kann", sagt Schmidt. "Ich weiß, worauf es ankommt, um eine Meisterschaft zu gewinnen." Selbst als Spieler sei dies ein - teils schmerzhafter - Lernprozess gewesen. Denn in Düsseldorf stellte sich nicht gleich der gewünschte Erfolg ein. Einmal war das Halbfinale Endstation, dann gab's das Aus in der Endspielserie.

    "Doch aus all den Rückschlägen haben wir die richtigen Schlüsse gezogen", betont Schmidt und erzählt von einem bestimmten Mosaikstein: "Ich kann mich gut an die Enttäuschung gegen Rosenheim erinnern. Bei einer Heimpartie mussten wir mit drei Verteidigern antreten, weil zwei Abwehrspieler gesperrt waren. Sie standen mit Tränen in den Augen in der Kabine und haben sich bei der Mannschaft entschuldigt. Im nächsten Jahr haben wir uns keine Disziplinlosigkeiten mehr erlaubt."

    Gemeinsame Vergangenheit

    Bei den Adlern wird sich Schmidt um die Verteidiger und die sogenannten Special Teams kümmern. "Überall, wo Mike bisher gearbeitet hat, standen die Über- und Unterzahlformationen an der Spitze", unterstreicht Harold Kreis. Der "Chef" ist voll des Lobes über seinen Assistenten, zu dem er eine enge Freundschaft pflegt: "Mike ist einfach ein Fachmann - und er ist loyal", sagt Kreis, der mit Schmidt von 1982 bis 1984 zusammen beim Mannheimer ERC verteidigte. Dann ging der eine nach Düsseldorf, der andere wurde in Mannheim ein Denkmal. "Ich habe mich hier wohl gefühlt. Es gab für mich keinen Grund zu wechseln, da ich eine tragende Rolle ausgefüllt habe", berichtet Kreis.

    Bewunderung für Kreis

    Andreas Niederberger, Roy Roedger oder Mannix Wolf zog es später nach Düsseldorf, Kreis blieb. "Ich habe mitbekommen, dass bei der DEG Harrys Name immer wieder gefallen ist", erinnert sich Schmidt. "Ich hätte mir ihn aber nirgendwo anders vorstellen können als in Mannheim. Es ist doch eine einmalige Geschichte, wenn Harry jetzt als ,Homeboy' zurückkehrt - obwohl er die Story gar nicht so gerne hört!"

    Für Schmidt bestand zunächst die Aussicht, die Metro Stars als Headcoach zu übernehmen, später war davon keine Rede mehr. "Es war nicht die feine Art, wie die DEG mit Harry umgegangen ist. Als er entlassen wurde, war für mich klar, dass ich ihm gerne folgen würde", betont Schmidt, der bereits in Nürnberg und Hamburg Erfahrungen als Cheftrainer sammelte und irgendwann wieder in der Verantwortung stehen möchte - aber nicht zurzeit. "Jetzt tue ich alles, um Harry zu unterstützen. Wir ergänzen uns gut", sagt der "Co", der sich mit seinem Chef auch abseits der Bande gut versteht: "Wir gehen abends gerne zusammen essen und fachsimpeln oder unterhalten uns über Musik."

    Schon als Spieler habe sich Kreis viele Dinge angeeignet, die Voraussetzung dafür seien, ein guter Trainer zu werden. "Die meisten Jungs haben ihren Job sehr locker genommen, Harry hat sich aber schon als MERC-Kapitän über vieles Gedanken gemacht", erzählt Schmidt.

    Die Situation bei den Adlern vergleicht er mit jener Ende der 80er, Anfang der 90er in Düsseldorf oder mit der in Berlin in den vergangenen Jahren - auch dort stellte sich der Erfolg nicht über Nacht ein, sondern es wurde eine Mannschaft aufgebaut und sinnvoll ergänzt. "Die Jungs sind heiß. Einigen merkt man an, dass sie etwas gutmachen wollen", meint Schmidt zum Adler-Jahrgang 2010/2011. Der Meistergarant muss wissen, was er sagt.

  2. #17
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    Adler-Gesellschafter Daniel Hopp verteidigt den Rechtsstreit gegen Kassel und vertraut Trainer Harry Kreis

    "Bescheidenheit steht uns gut"

    Neuer Manager, neuer Sportdirektor, neue Trainer - aber nicht nur wegen der Umstrukturierungen im sportlichen Bereich fiebert Daniel Hopp dem Saisonstart entgegen. Der Adler-Gesellschafter äußert sich im Interview zum "Fall Kassel" und der European Trophy.

    Herr Hopp, die DEL startet nun doch mit nur 14 Teams in die neue Saison. Wie beurteilen Sie den "Fall Kassel" und das Aus für die Huskies?

    Daniel Hopp: Das ewige Hin und Her war zwar nicht schön, aber notwendig. Wir hatten die Aufgabe, den "Fall Kassel" bis zum Ende auszufechten, damit wir in der DEL bezüglich unserer Satzung Klarheit bekommen. Es ist wichtig, dass wir auf unsere Regeln bauen können. Viele Gesellschafter haben mit ihrem Geld ihren Verein gerettet, und einer hat nun gemeint, dass er dies nicht machen muss - das geht nicht! Es ging um die Frage, ob Insolvenzrecht das Gesellschaftsrecht bricht - oder nicht.

    Verspüren Sie Genugtuung, dass die DEL Recht bekommen hat?

    Hopp: Genugtuung ist das falsche Wort. Ich bin nur froh, dass wir vor dem Rundenbeginn Klarheit haben.

    Werden die Adler jetzt viele ihrer Heimspiele verlegen?

    Hopp: Nein, ich bin ein Verfechter davon, alles so zu lassen, wie es ist und die Heimpartien gegen Kassel einfach zu streichen. Die Fans haben die Spieltage schon an der Wand hängen, wir hatten vor der Saison genug Verwirrung. Außerdem habe ich als Betreiber einer Multifunktionsarena keine Termine mehr frei.

    Jede Play-off-Runde im Modus "best of seven" wird es also nicht geben?

    Hopp: Ich unternehme für diese Saison noch mal einen Vorstoß, auch wenn ich kaum Aussicht auf Erfolg habe. Für die Spielzeit 2011/2012 ist dies aber mein großes Ziel. Ich werde erneut die Initiative ergreifen.

    Hatte das Hickhack Einfluss auf Gespräche mit Sponsoren?

    Hopp: Wir konnten glücklicherweise den Großteil unserer Sponsoren an Bord halten. Das ist wichtig für uns, weil wir aus wirtschaftlichen Gründen eine breite Basis benötigen. Aber der Sommer mit den vielen negativen Schlagzeilen war nach der tollen Heim-WM bestimmt nicht förderlich für das Eishockey. Es liegt jetzt an jedem Standort, die Sportart zu puschen.

    Wie fällt Ihr Urteil zu den neuen TV-Übertragungszeiten des Bezahlsenders Sky aus?

    Hopp: Ich finde es gut, dass Sky nun kompakt über einen Spieltag berichten kann. Die Anspielzeit der Sonntagspartie ist aber etwas spät und nicht unbedingt familienfreundlich. Andererseits hatte ich eigentlich das Gefühl, dass sich der Donnerstag als Übertragungstag etabliert hatte. Wir können froh sein, dass wir mit Sky einen Partner haben, der sich zur DEL bekennt. Das Gesamtpaket passt.

    Hätte sich nicht auch der TV-Partner längere Play-offs gewünscht?

    Hopp: Ich verstehe die Entscheidung der anderen DEL-Vereine nicht. Vor einigen Monaten hatten wir uns bewusst - und mit Mehrheit - für Play-offs durchgängig im Modus "best of seven" entschieden - und plötzlich gilt das alles nichts mehr. Es ist eines der Grundprobleme der DEL, dass wir keine Konstanz in unsere Entscheidungen bekommen. Auch das Argument, dass man sich Dienstagsspiele spart, zieht für den Standort Mannheim nicht, weil wir an diesem Tag eine gute Nachfrage an Firmentickets haben. Man müsste viel eher über den Beginn der Saison diskutieren, ich halte den 3. September nicht für das optimale Datum, da in vielen Bundesländern noch Sommerferien sind. Eine Woche später starten, hin und wieder dienstags spielen und durchgehend "best of seven" - dieser Lösung hätten wir zugestimmt.

    Ist der Terminplan zu eng?

    Hopp: Ja, die Diskussion muss weitergeführt werden. Jedes Jahr eine WM, die Anfang Mai beginnt? Da würden wir gerne noch Liga spielen - und hier sind sich auch die DEL-Klubeigentümer einig. Das ist aber ein dickes Brett, das da zu bohren ist, weil wir dem Weltverband IIHF unterstehen und es einen langfristigen Vertrag mit einem Vermarkter gibt, der festlegt, dass jedes Jahr eine WM stattfindet. Klub-Eishockey hätte aber auch in dieser Jahreszeit einen höheren Stellenwert verdient.

    Wie beurteilen Sie die Premiere der European Trophy?

    Hopp: Wir waren von vornherein interessiert bis begeistert von diesem Format. Es ist ein Versuchsballon, der als Ersatz für die Champions League gestartet wird.

    Steckt nicht mehr dahinter?

    Hopp: Das muss man sehen. Wenn ein europäischer Wettbewerb parallel zu den nationalen Ligen installiert werden könnte, wäre das zu begrüßen - aber nicht als Ersatz.

    Mit den San Jose Sharks holen Sie am 2. Oktober einen Topgegner in die SAP Arena - wie bewerten Sie das Duell mit diesem NHL-Klub?

    Hopp: Es ist schon ein wenig mehr als nur ein Freundschaftsspiel, schließlich werden wir einige Olympiasieger erleben. Über Hasso Plattner, der Großaktionär bei den Sharks ist, haben wir den Kontakt geknüpft. San Jose wird nach der Partie kurz in Mannheim bleiben, bevor die Reise zum NHL-Saisonauftakt nach Stockholm weitergeht. Es wird wohl auch noch ein öffentliches Training der Sharks in der SAP Arena geben.

    Hat Harry Kreis schon eine Europhorie im Umfeld ausgelöst?

    Hopp: Wir haben Harry nicht hauptsächlich deshalb geholt, weil er hier lange gespielt hat und er eine Identifikationsfigur ist, sondern weil wir davon überzeugt sind, dass er in die Philosophie des Vereins passt und er hier langfristig erfolgreich arbeiten kann. Ich habe ein gutes Gefühl. In der Mannschaft weiß jeder, welche Rolle er spielt und wieso das so ist.

    Was wünschen Sie sich für die Saison?

    Hopp: Wir haben unsere Erwartungen zurückgeschraubt. Wir haben das so verkauft, und das ist auch wirklich so gemeint. In der vergangenen Saison haben wir verbal angegriffen und sind schwer auf die Nase gefallen. Ein Stück Bescheidenheit steht uns ganz gut. Mein größter Wunsch ist, dass sich unsere junge Mannschaft kontinuierlich steigert.

  3. #18
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    DEB-Verteidiger sieht sich als Teamspieler

    Dietrich definiert wahre Größe anders


    Tatort SAP Arena, Donnerstag, 20. Mai 2010: Dieses Datum wird Robert Dietrich nicht so schnell vergessen. Als Philip Gogulla die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zu einem 1:0-Sieg gegen die Schweiz und damit ins Halbfinale der so stimmungsvollen Heim-WM schoss, war auch beim Verteidiger-Neuzugang der Adler die Freude riesengroß. "Das Tollste war das Spiel an sich. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, vor diesem euphorischen Publikum den historischen Erfolg zu feiern", sagt der 24-Jährige beim Blick in den Rückspiegel.

    Dass Mannheim eine eishockeyverrückte Stadt mit kreativen Fans ist, war nicht der Hauptgrund, weshalb der im kasachischen Ordschonikidse geborene Dietrich seine Zelte in Nordamerika abbrach und zurück nach Deutschland ging - jedoch eine nette Begleiterscheinung.

    Der ehemalige Jungadler (Saison 2002/2003) unterschrieb in Mannheim zwar einen Dreijahresvertrag. Lange war aber nicht hundertprozentig klar, ob der von den Nashville Predators an 174. Position gedraftete Abwehrspieler seinen Job bei den Adlern überhaupt antreten würde.

    Wie in der Szene üblich, hat Dietrich eine Ausstiegsklausel für die nordamerikanische Profiliga NHL und die russische KHL im Vertrag. Doch nach zwei Jahren und 155 Partien in der unterklassigen AHL für die Milwaukee Admirals (elf Tore, 60 Vorlagen) kehrte er seinem großen Traum von einer NHL-Karriere erst einmal den Rücken. "Es wurden mir nur Zwei-Wege-Verträge angeboten. Ich habe in Nordamerika keine echte Chance mehr gesehen", sagt Dietrich. Und Russland? "Ich würde nicht sagen, dass das nicht mein Ding ist. Ich habe mich aber für Mannheim entschieden."

    Vielseitigkeit die Stärke

    Dort will er sich in den Dienst der Mannschaft stellen - eine Einstellung, an der es den Adlern 2009/10 mangelte. "Ich werde Vollgas geben, damit das Team seine Ziele erreicht. Der persönliche Erfolg kommt dann von ganz alleine." Der 1,80-Meter-Mann, der 85 Kilo auf die Waage bringt, bezeichnet sich als "nicht der Größte und nicht der Stärkste". Er sei aber vielseitig einsetzbar und möchte sich auch immer wieder in der Offensive Akzente setzen.

    Trotz seiner erst 24 Jahre gilt Dietrich auch als Ansprechpartner für die jungen Spieler, für die er einen wichtigen Tipp parat hat: "Sie dürfen nicht gleich den Kopf hängenlassen, wenn es mal nicht so gut läuft und sie nicht so viel spielen wie gewünscht."

  4. #19
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    Nach dem in der Fanszene kontrovers diskutierten Vorgänger setzen die Adler mit der Produktionsfirma Screenday auf Authentizität

    Einheizer geht zurück zu den Wurzeln

    Ronny Arendt läuft an, Marcus Kink passt - einen Tick zu spät, wie der Blick auf den Laptop zeigt. Also noch mal das Ganze: Arendt gibt Gas, Kink setzt ihn in Szene - diesmal ist das vom Abbremsen aufgewirbelte Eis nur schlecht zu sehen. Sind aller guten Dinge drei? Ja. Arendt nimmt Kinks Zuspiel auf, und der High-Speed-Kamera, die 500 Bilder pro Sekunde aufnimmt, fliegen die Eiskristalle vor die Linse. Tino Latzko ist zufrieden, es geht an die nächste Einstellung.

    Beim Dreh des neuen Adler-Trailers müssen nicht nur die Hauptdarsteller Arendt, Kink und Denis Reul Geduld aufbringen, auch vom Aufnahmeteam wird viel verlangt. "Im knapp zweiminütigen Film, der in der neuen Saison auf dem Videowürfel zu sehen ist, steckt die Arbeit von zwei Monaten", betont Latzko, Managing Direktor der in Neustadt an der Weinstraße beheimateten Produktionsfirma Screenday.

    Lehren aus Vergangenheit gezogen

    Für Oliver Lange steht fest, dass der neue Einheizer bei den Fans kommen wird. "Nach dem etwas außergewöhnlichen Trailer der vergangenen Saison gehen wir mit dem neuen zu den Wurzeln zurück", sagt der 27-Jährige aus der Marketingabteilung der SAP Arena, ohne zu viel verraten zu wollen. "Ich denke, er trifft jeden Geschmack." Damit zogen die Macher auch die Lehren aus dem Vorgängerprodukt, das bei den Fans kontrovers diskutiert wurde.

    Mit ihren Ideen gingen die Adler nach der Heim-WM zu Screenday, die Neustädter hatten die Aufgabe, die Vorstellungen umzusetzen. Sie produzieren auch eine abgespeckte, 30-sekündige Version für die Kinos der Region. "Die muss knallen und laut sein. Den Besuchern, die sonst nicht so viel mit der Sportart am Hut haben, soll gezeigt werden, wie genial Eishockey ist", sagt Lange.

    Mitte August wurden die Eis-Aufnahmen in den Kasten gebracht, bei den Vorbereitungsspielen gegen die schwedischen Klubs Linköpings HC und Färjestads BK durfte die Agentur ins Allerheiligste der Adler, die Spielerkabine. "Das war eine Herausforderung, wir mussten das erst mit dem Trainerteam und dem Management abklären", betont Lange. Die Fans sollen einen seltenen Einblick ins Innenleben der Mannschaft erhalten - ähnlich wie bei Sönke Wortmanns Dokumentarfilm "Deutschland. Ein Sommermärchen", der die deutsche Nationalmannschaft auf dem Weg zur und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zeigt.

    "Jungs spielen sich selbst"

    Es gibt Sequenzen aus der Kabine - oder wie die modernen "Gladiatoren" von dort in die Arena marschieren. "Die Jungs spielen sich selbst, sollen authentisch sein", verdeutlicht Lange. Die drei Hauptdarsteller wurden bewusst ausgewählt. An Arendt, den die Anhänger in der vergangenen Spielzeit zum Liebling der Saison wählten und der sich "zu 100 Prozent mit der Stadt und dem Klub identifiziert" (Lange), führte ebenso kein Weg vorbei wie am dienstältesten Adler Marcus Kink: "Und Denis Reul ist dabei, weil er so einen großen Sprung nach vorn gemacht hat."

    Arendt bezeichnete die Filmaufnahmen, die das Trio neben seiner täglichen Arbeit erledigen musste, als "nette Abwechslung. Es ist etwas Schönes, dass wir drei als Gesichter der Adler gesehen werden. Der Klub will mit uns wohl auch verdeutlichen, dass er in Zukunft mehr auf die deutsche Karte setzen will", meint der 29-Jährige, der eigentlich lieber auf dem Eis mit Leistung überzeugen und sich nicht in den Vordergrund drängen möchte: "Ich sehe mich nicht als Star." Auch Reul ist eher ein stiller Vertreter seiner Zunft. "Ich war überrascht, als die Wahl auf mich fiel", sagt der Senkrechtstarter der vergangenen Saison, der sich sicher ist: "Der Film wird den Fans gefallen. Da sind ein paar gute Sachen dabei." Bis diese im Kasten sind, reichen manchmal auch drei Aufnahmen nicht aus. Also anlaufen, passen, Eis aufwirbeln.

  5. #20
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    Talente im Fokus: jung, wild, hungrig

    Anfang der 90er Jahre lösten die "jungen Wilden" in Mannheim eine Eishockey-Euphorie aus. Spieler wie Till Feser, Daniel Körber oder der heutige NHL-Star Jochen Hecht begeisterten die Fans mit ihrem beherzten Auftreten. Seitdem haben hoffnungsvolle Talente bei den Blau-Weiß-Roten nur äußerst selten eine echte Chance in der DEL-Mannschaft erhalten. Zwar genossen sie bei den Jungadlern eine hervorragende Ausbildung, aber wegen der schlechten Zukunftsaussichten in Mannheim suchten viele das Weite.

    Diese Entwicklung soll der Vergangenheit angehören. Der neue Trainer Harold Kreis, der als Kapitän selbst die Jahre der "jungen Wilden" miterlebte, hat die Aufgabe, Nachwuchskräfte ins Team einzubauen. Torhüter Felix Brückmann (19 Jahre), die Verteidiger Corey Mapes (18) und Dominic Bittner (18) sowie die Stürmer Toni Ritter (20), Matthias Plachta (19) und Marc El-Sayed (19) stehen bei den Adlern unter Vertrag, sind aber mit einer Förderlizenz ausgestattet und auch für den Kooperationspartner Heilbronner Falken spielberechtigt. Bei Achim Moosberger (18) verhält es sich anders herum: Er ist beim Zweitligisten angestellt, kann aber auch in der DEL einspringen.

    Während Bittner wegen einer Verletzung in der Vorbereitung nicht so mitmischen konnte wie er wollte, sammelten seine sechs Mitstreiter ordentlich Eiszeit. Sie schildern ihre Eindrücke.

    Felix Brückmann

    Was haben Sie sich für die kommende Saison vorgenommen?

    "Vor der Saison hätte ich nicht gedacht, dass ich in der Vorbereitung zwei Spiele für die Adler absolvieren würde. Ich freue mich über das Vertrauen, das mir die Trainer entgegenbringen. Beim 2:1-Sieg gegen IFK Helsinki war ich zufrieden mit meiner Leistung, bei der 4:5-Niederlage nach Penaltyschießen gegen Linköpings HC war gleich der erste Schuss ein Treffer. Da hast Du es als Torhüter schwer, ins Spiel zu kommen. Mein Fokus liegt in dieser Saison wieder auf Heilbronn, dort möchte ich den nächsten Schritt in meiner Entwicklung gehen. Aber als ehemaliger Jungadler-Torhüter will ich irgendwann einmal die Nummer eins bei den Adlern sein."

    Wie hat Sie die Mannschaft aufgenommen?

    "In diesem Jahr bekommen wir Jungen eine echte Chance - und zwar von Anfang an. Das sehen auch die Fans. Die Zusammenarbeit mit unserem neuen Goalietrainer Brian Daccord klappt gut. Er macht aus dem Torhüterwesen eine Wissenschaft."

    Welchen Eindruck haben Sie von den Trainern Harold Kreis und Mike Schmidt?

    "Harry ist ein Trainer, der immer für die Mannschaft da ist. Er ist ein Super-Coach, Mannheim könnte keinen besseren haben."

    Was ist für die Adler in dieser Saison drin?

    "Die Mannschaft macht einen sehr guten Eindruck. Erstes Ziel sollte es sein, unter die Top-Vier zu kommen, damit wir in der ersten Play-off-Runde Heimrecht haben. Dann ist alles möglich."

    Achim Moosberger

    Was haben Sie sich für die kommende Saison vorgenommen?

    "Ich muss in der 2. Liga bei den Heilbronner Falken meine Leistung bringen und mich damit auch den Adlern anbieten. Es wäre toll, noch einmal dieses Gefühl wie beim European-Trophy-Spiel gegen Djurgårdens IF Stockholm zu erleben. Da war ich echt überwältigt."

    Wie hat Sie die Mannschaft aufgenommen?

    "Ich komme mit allen gut zurecht. Gerade die erfahrenen Profis geben mir wertvolle Tipps, wie ich mein Spiel verbessern kann. Sie haben mir auch schon einen Spitznamen gegeben: Moose, der Elch. Und gegen Stockholm haben sie mich zum Einstand auch ganz schön gefoppt. Sie haben zu mir gesagt, ich solle zum Aufwärmen als Erster aufs Eis gehen. Das habe ich getan, aber es kam niemand nach. Die Jungs haben mich richtig veräppelt. Gott sei Dank waren zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht so viele Fans im Stadion."

    Welchen Eindruck haben Sie von den Trainern Harold Kreis und Mike Schmidt?

    "Das läuft extrem gut, die Chemie stimmt. Die Trainer haben zu den Spielern ein offenes Verhältnis und umgekehrt. Das Eis war schnell gebrochen. Es gibt kein Hickhack."

    Was ist für die Adler in dieser Saison drin?

    "Ich kenne die DEL-Konkurrenten noch nicht. Die Mannschaft hat aber das Potenzial, um die Meisterschaft mitzuspielen."

    Matthias Plachta

    Was haben Sie sich für die kommende Saison vorgenommen?

    "Im vergangenen Jahr habe ich noch in der 2. Liga gespielt, jetzt in der DEL - ich möchte so viel Eiszeit wie möglich erhalten und mein Spiel auf ein anderes Level bringen. Um das Vertrauen der Trainer zu rechtfertigen, muss ich immer Vollgas geben. Mein Job im vierten Sturm ist es, Checks zu Ende zu fahren und dem Gegner richtig auf die Nerven zu gehen. Ich denke, dass das gut funktionieren wird, denn mit Marc spiele ich nun schon seit fünf Jahren zusammen - im Verein und in der Nachwuchsnationalmannschaft. Auch Toni kenne ich aus gemeinsamen Jungadler-Jahren. Er hat in Kanada einen Schritt nach vorn gemacht."

    Wie hat Sie die Mannschaft aufgenommen?

    "Ich habe ja schon das komplette letzte Jahr mit den Adlern trainiert, und so viele neue Spieler sind ja gar nicht dazugekommen. Ich kenne also die meisten, und wir verstehen uns super. Nach einem gelungenen Wechsel bekomme ich von den erfahrenen Cracks schon mal einen Klaps auf den Hintern - das gibt Selbstvertrauen."

    Welchen Eindruck haben Sie von den Trainern Harold Kreis und Mike Schmidt?

    "Mit dem Trainerteam komme ich sehr gut klar, es baut uns junge Spieler immer wieder auf. Mal sehen, was passiert, wenn es nicht so läuft. Aber ich habe ein gutes Gefühl."

    Was ist für die Adler in dieser Saison drin?

    "Wir haben zwar nicht viele Neuzugänge, aber die, die kamen, sind echte Verstärkungen. Die Stimmung ist viel besser als im vergangenen Jahr. Michel Périard bringt beispielsweise viele lustige Sachen in die Kabine."

    Marc El-Sayed


    Was haben Sie sich für die kommende Saison vorgenommen?

    "Ich will in der DEL so viel spielen wie möglich und mit der Mannschaft das Maximum erreichen."

    Wie hat Sie die Mannschaft aufgenommen?

    "Jeder der erfahrenen Cracks spricht sehr viel mit uns jungen Spielern. Sie sind immer für uns da, es gibt keinen Neid untereinander."

    Welchen Eindruck haben Sie von den Trainern Harold Kreis und Mike Schmidt?

    "Die Trainer haben für uns immer ein offenes Ohr. Sie helfen uns, wo sie nur können. Es ist ein Vorteil, dass beide so gut deutsch sprechen. In der European Trophy habe ich viel gespielt, ich kann zufrieden sein. Ich habe mit meiner vierten Reihe den Job, den anderen Jungs eine Pause zu verschaffen. Wir müssen einfach spielen und immer auf den Körper des Gegners gehen."

    Was ist für die Adler in dieser Saison drin?

    "Was im vergangenen Jahr war, kann ich nicht so gut beurteilen. Wir haben jetzt eine Super-Truppe beisammen, die toll harmoniert."

    Corey Mapes

    Was haben Sie sich für die kommende Saison vorgenommen?

    "Ich gehe davon aus, dass ich größtenteils in der 2. Liga bei den Heilbronner Falken spielen werde. Mein Ziel ist es, in der DEL die ersten Schritte zu gehen. Ich denke von Tag zu Tag."

    Wie hat Sie die Mannschaft aufgenommen?

    "Wir Jungen sind gut aufgenommen worden. Das sind alles Klassetypen. Alle helfen einem, sagen, wo man sich noch verbessern kann."

    Welchen Eindruck haben Sie von den Trainern Harold Kreis und Mike Schmidt?

    "Harold Kreis und Mike Schmidt sind sehr gute Trainer. Das passt alles."

    Was ist für die Adler in dieser Saison drin?

    "Es ist noch zu früh für eine Prognose. Wo wir stehen, wissen wir erst nach der Vorbereitung. Die European Trophy ist die European Trophy, die DEL ist die DEL - es kommt darauf an, wie wir dort auftreten."

    Toni Ritter

    Was haben Sie sich für die kommende Saison vorgenommen?

    "Ich will in der DEL so viel spielen wie möglich und mit der Mannschaft das Maximum erreichen"

    Wie hat Sie die Mannschaft aufgenommen?

    "Jeder der erfahrenen Cracks spricht sehr viel mit uns jungen Spielern. Sie sind immer für uns da, es gibt keinen Neid untereinander"

    Welchen Eindruck haben Sie von den Trainern Harold Kreis und Mike Schmidt?

    "Die Trainer haben für uns immer ein offenes Ohr. Sie helfen uns, wo sie nur können. Es ist ein Vorteil, dass beide so gut Deutsch sprechen. In der European Trophy habe ich viel gespielt, ich kann zufrieden sein. Ich habe mit meiner vierten Reihe den Job, den anderen Jungs eine Pause zu verschaffen. Wir müssen einfach spielen und immer auf den Körper des Gegners gehen."

    Was ist für die Adler in dieser Saison drin?

    "Was im vergangenen Jahr war, kann ich nicht so gut beurteilen. Wir haben jetzt eine Super-Truppe beisammen, die toll harmoniert."
    Geändert von icebrecher (01-09-10 um 17:07 Uhr)

  6. #21
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    Der dienstälteste Adler-Spieler Marcus Kink will seine Wut nach der verheerenden vergangenen Saison in positive Energie umsetzen

    "Unten ohne", oben mit Köpfchen


    Viele hätten die Frage nicht beantwortet, andere gezuckt und versucht auszuweichen. Marcus Kink hatte dagegen überhaupt kein Problem damit, das Geheimnis zu lüften, was die Adler-Spieler bei den "Highland Games" in Schwäbisch Hall unter dem Schottenrock trugen. Boxershort, Pants oder Slip? Von wegen! "Zumindest meine Mannschaft hat sich geschlossen an die Tradition gehalten. Wir hatten nichts drunter", betont der 25-Jährige grinsend und verrät auch gleichzeitig den Grund: "Es gab dafür Bonuspunkte." Wohl auch deshalb sicherte sich das Team in den roten Kilts den Sieg.

    So ist der inzwischen dienstälteste Adler halt. Kink, der in Düsseldorf geboren wurde, Garmisch-Partenkirchen seine Heimat nennt und vor sechs Jahren aus Köln nach Mannheim wechselte, überzeugt nicht nur als ehrlicher Arbeiter auf dem Eis, sondern hat auch bei den Fans mit seiner offenen und ehrlichen Art einen Stein im Brett. Sein Vertrag bei den Adlern läuft noch bis 2013. Daher ist es nicht zu weit hergeholt, den Stürmer als "Franchise Player", als ein Aushängeschild, zu bezeichnen.

    Auch Rückschläge können Kinks Willen nichts anhaben


    Seinen Job auf dem Eis erledigte er in den vergangenen Jahren so gut, dass er in den Kreis der Nationalmannschaft aufstieg. Nur knapp verpasste Kink im Mai die Teilnahme an der Heim-WM, wenige Tage vor dem Weltrekord-Eröffnungsspiel strich Bundestrainer Uwe Krupp den Angreifer aus seinem Aufgebot.

    Kink nimmt diesen Rückschlag als Herausforderung, um weiter an sich zu arbeiten. Seitdem er ein blau-weiß-rotes Trikot trägt, hat er dies getan und in Ronny Arendt einen Mitstreiter gefunden. Kink war zwar nicht das größte Talent seines Jahrgangs, aber er hat sich mit seinem großen Willen und seiner Einstellung durchgebissen. "Diese Erfahrungen will ich nun an unsere jungen Spieler weitergeben", sagt der 25-Jährige: "Ich habe bei unseren Talenten ein gutes Gefühl, denn sie hören zu, wenn man ihnen etwas mit auf den Weg gibt. Ich bin für sie ja kein Unbekannter."

    Die verkorkste vergangene Spielzeit hat Kink wehgetan. Als die Felle davonschwammen, fühlte er eine Machtlosigkeit - und Wut. Die soll nun in positive Energie umgesetzt werden. Der Anfang lässt sich schon einmal gut an. "In den vergangenen Jahren gab es vom ersten Training an einen sehr verbissenen Konkurrenzkampf. Jetzt war auch Spaß dabei", hat nicht nur Arendt nach der Vorbereitung ein gutes Gefühl.

    Rollen besser verteilt

    Für Kink steht fest, dass sich die Mannschaft in diesem Jahr bei der Entwicklung einer Hierarchie leichter tun wird. Der Personalwechsel im Sommer habe das bewirkt. Die Adler trennten sich von vielen Großverdienern und wollen nun dem eigenen Nachwuchs verstärkt eine Chance geben. "Jeder kennt seinen Job", meint der Linksschütze und verdeutlicht: "Jeder kann in die ihm zugedachte Aufgabe hineinwachsen."

    In der vergangenen Saison reiften die Adler nie zu einer Mannschaft, es wurden Risse deutlich. Das soll nun anders werden. "Stimmung und Zusammenhalt passen", betonte Kink nach den "Highland Games", die es in sich hatten. Nicht nur Scott King staunte. "In Nürnberg", erinnerte sich der Stürmer, "sind wir einmal mit Kind und Kegel in einen dieser Center Parks gefahren. Das war eine Riesengaudi." Aber statt zu relaxen, wurden diesmal Körper und Geist gefordert. "Das hatte was", meinte King, der sich - obwohl nicht im Kink-Team - ebenfalls nicht lumpen ließ und in der Kleiderfrage die "Unten-ohne-Variante" wählte.

    Es kommt aufs Köpfchen an

    Kraftprotze hatten bei dem mittelalterlichen Wettstreit nicht die besten Karten, da es vor allem auf Geschicklichkeit ankam. Besonders das Kartoffel-Katapultschießen kam an. Die Regeln ähnelten denen beim Völkerball. Ein Team feuerte eine Knolle ab, versuchte das Geschoss mit dem Körper zu verdecken, um dem Gegner das Fangen zu erschweren. Landete die Kartoffel auf dem Boden, gab's einen Punkt für die Schützen, ansonsten für die Fänger. "Wir haben uns ergänzt, bei den kniffligen Aufgaben gut angestellt und verdient gewonnen", meinte Kink.

    Von Harold Kreis zeigt sich der 25-Jährige angetan. "Ich bin begeistert von seinem Gefühl für uns Spieler", sagt er und erklärt: "Der Coach dosiert das Training richtig. Danach sind wir zwar schlapp, aber er macht uns nicht kaputt. Harold führt uns an unsere Grenzen, ohne sie zu überschreiten."

    Bei all der guten Stimmung kann Kink sogar Arendts Seitenhieb verkraften. Der hatte gesagt, dass er sich freue, in der Vorbereitung mal nicht nach Garmisch - Kinks Heimat - und in die Schweiz zu müssen. "Ich bin mir sicher, dass die Jungs gerne nach Garmisch gefahren wären", kontert Kink die Aussage des gebürtigen Bad Muskauers. "Wir hätten halt mal mehr als nur fünf Tage an der Zugspitze verbringen sollen. Dann wäre auch Ronny von der Schönheit der Region fasziniert gewesen", betont der Bayer, der mit dem Herzen längst ein Mannheimer ist.

  7. #22
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    Keine automatische Sperre bei Spieldauerstrafe

    Uhr läuft rückwärts

    Pascal Trepanier machte sich unsterblich. Sein Tor in allerletzter Sekunde im Play-off-Viertelfinale gegen die Frankfurt Lions ebnete den Adlern erst den Weg zum Titelgewinn 2007. 59:59 stand auf dem Videowürfel, als sein Hammer hinter Ian Gordon einschlug. In der Verlängerung sicherte Rico Fata den Blau-Weiß-Roten den Sieg. Der Rest ist bekannt: Das Team von Greg Poss startete durch zur Meisterschaft.

    Dies wird einmalige Geschichte bleiben - selbst wenn erneut ein Last-Minute-Treffer Schicksal spielen sollte. Denn ab sofort läuft in der DEL - wie in der großen Vorbildliga NHL sowie auf internationaler Ebene - die Uhr rückwärts. Bei einem Tor quasi mit dem Schlusspfiff steht dann also nicht 59:59, sondern 00:01 auf der Anzeigetafel.

    Sky ändert Sendezeiten

    Ansonsten halten sich die Änderungen im Rahmen: Eine Spieldauerdisziplinarstrafe zieht nicht mehr automatische eine Sperre von einem Spiel nach sich. Da die DEL die Regelung des Weltverbandes IIHF übernimmt, muss ein Profi erst beim dritten Vergehen dieser Art pausieren.

    Außerdem hat der Fernsehpartner Sky seine Sendezeiten geändert. Der Donnerstag fällt komplett weg, allerdings bleibt es bei zwei Livepartien pro Woche. Anstatt am Donnerstag wird nun ein Spiel am Freitag (Beginn ist erst um 20.20 Uhr und nicht um 19.30 Uhr) sowie eines am Sonntag (19.05 Uhr statt 14.30 Uhr) übertragen. Wenig nachvollziehbar ist die Begründung des Bezahlsenders: Sonntags will Sky der Fußball-Bundesliga aus dem Weg gehen, die Freitagspartie wird als Alternative zu den Kickern bezeichnet.

  8. #23
    bricht ice Avatar von icebrecher
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    Nationalspieler Klinge kommt vom insolventen Klub

    Chaos um Kassel Huskies


    Der finanziell angeschlagene Meister Hannover taumelte, aber er fiel nicht - dennoch ist die DEL um zwei Klubs ärmer. Die hessischen Vereine Frankfurt Lions und Kassel Huskies sind von der Landkarte der Eliteliga verschwunden.

    Während sich die Lions in ihr Schicksal fügten, strebten die Schlittenhunde einen beispiellosen Rechtsstreit an, der während des gesamten Sommers Negativschlagzeilen über die DEL hereinprasseln ließ. Wegen eines Formfehlers der Liga beharrten die Huskies darauf, weiter am Spielbetrieb teilnehmen zu dürfen. Über das Oberlandesgericht in Köln erwirkte Kassels Geschäftsführer Fritz Westhelle eine Einstweilige Verfügung gegen den Lizenzentzug. Lange schien es, als ob der juristische Streit erst nach dem Saisonstart entschieden würde. Am 26. August bestätigte das OLG München die Rechtmäßigkeit des Schiedsgerichts, das den Lizenzentzug der Huskies geprüft hatte. Das OLG Köln schloss sich diesem Urteil an. Obwohl in der DEL damit nur noch 14 Teams starten, wird sich am Spielplan kaum etwas ändern, es bleibt wohl beim Modus "best of five" in den Play-offs.

    Die Adler profitierten vom Huskies-Aus und verpflichteten Stürmer Manuel Klinge (Bild). "Mannheim spielt immer oben mit. Ich komme zu einer Top-Mannschaft mit einem sehr guten Trainer", sagte der 25-jährige Nationalspieler.

  9. #24
    bricht ice Avatar von icebrecher
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    Zusammenarbeit geht ins vierte Jahr

    Partnerschaft voller Leben


    Zu einer funktionierenden Partnerschaft gehört es, gemeinsam Höhen und Tiefen zu überstehen. Das gilt in der Ehe genauso wie für das Sportsponsoring. 2007 feierten die Adler ihren bislang letzten Titel, erst zur darauffolgenden Saison stieg die MVV Energie als einer der Hauptsponsoren mit einem Fünfjahresvertrag bei den Blau-Weiß-Roten ein. Obwohl der DEL-Klub seitdem maximal das Halbfinale erreichte, zieht Matthias Brückmann (Bild) zufrieden Zwischenbilanz: "Wir haben eine professionelle Zusammenarbeit", sagt das Vorstandsmitglied des Mannheimer Energieversorgers.

    Beide Seiten hätten die Partnerschaft in den vergangenen drei Jahren mit Leben erfüllt. "Vor allem im sozialen Bereich hat sie Früchte getragen", betont Brückmann. So engagierte sich die MVV für den Verein "Adler helfen Menschen". Außerdem hat der Energieversorger unter dem Titel "Wir feuern Euch an" einen Internetauftritt für die Fans eingerichtet. Im geschützten Mitgliederbereich gibt es ein Gästebuch und einen Downloadbereich.

    Sichtbarstes Zeichen der Zusammenarbeit ist das MVV-Logo auf der Brust der Spieler. "Genau wie die Adler tragen auch wir die Metropolregion in die Republik", sagt Brückmann. Er wünscht sich, wie alle Fans, dass die Blau-Weiß-Roten in dieser Saison wieder positive Schlagzeilen schreiben - nach einem Tief kommt meistens ein Hoch.

  10. #25
    Daddy 29.05.09+30.08.10 Avatar von Mr. Moose
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    Zitat Zitat von icebrecher Beitrag anzeigen
    59:59 stand auf dem Videowürfel, als sein Hammer hinter Ian Gordon einschlug. In der Verlängerung sicherte Rico Fata den Blau-Weiß-Roten den Sieg. ... Bei einem Tor quasi mit dem Schlusspfiff steht dann also nicht 59:59, sondern 00:01 auf der Anzeigetafel.
    Auf dem Videowürfel stand nochnie 59:59, sonder 19:59. Jedes Drittel lief extra für sich bis 20:00.
    Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern.


    Alexander Sutherland Neill

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