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Thema: Presse vom 3.9.10

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    Presse vom 3.9.10

    Mannheimer Morgen:

    Eishockey: Der Adler-Trainer besetzt einen Tag vor dem Saisonstart gegen München das Kapitänsamt

    Kreis: Kink ist ein Vorbild


    Von unserem Redaktionsmitglied Jan Kotulla

    Mannheim. Es weht ein frischer Wind bei den Mannheimer Adlern. Das neue Trainerduo Harold Kreis und Mike Schmidt hat nicht nur das Spielsystem verändert, sondern auch an anderen Stellen Akzente gesetzt. "Ich habe mir die Freiheit genommen, den Kapitän und seine beiden Assistenten auszuwählen", berichtete Kreis einen Tag vor dem Saisonauftakt gegen den EHC München (19.30 Uhr/SAP Arena).

    Die Wahl des 51-Jährigen fiel auf Marcus Kink. "Auch wenn sich Marcus darüber gar nicht so bewusst gewesen ist, er ist ein Vorbild und verkörpert die Tugenden und die Tradition des Klubs", begründete Kreis seine Entscheidung für den erst 25-Jährigen. Und wenn sich jemand erlauben kann, etwas über diese Begriffe zu sagen, ist es die Verteidiger-Legende, die von 1978 bis 1997 das Trikot mit der Nummer 3 bei den Blau-Weiß-Roten trug.

    Für den dienstältesten Spieler der Mannheimer kam die Ernennung letztlich doch überraschend: "Aber natürlich ist das eine Riesenehre für mich, in meinem Alter der Kapitän der Adler zu sein." Viel ändern werde sich damit aber nicht. "Ich habe auch schon früher den Mund aufgemacht, wenn es etwas zu sagen gab. Jetzt habe ich mit Ronny Arendt und François Methot als Assistenten eine große Hilfe", ist sich der Stürmer sicher.

    Höhen und Tiefen erlebt

    Erfahrung hat Kink in seinen sechs Jahren bei den Adlern reichlich gesammelt, Höhen und Tiefen erlebt: Nach dem Vizetitel 2005 und dem Doppeltriumph mit Meisterschaft und Pokalsieg 2007 wurde der gebürtige Düsseldorfer ein Jahr später vom damaligen Trainer Dave King zum Kooperationspartner Heilbronn geschickt. "Er hat mir damals gesagt, dass er mir bei den Adlern nicht die Spielzeit geben könne, die ich brauchte", erinnerte sich Kink ohne Groll an diese nicht einfache Zeit zurück. Wie es seine Art ist, machte er das Beste aus der Situation und empfahl sich für die Play-offs wieder für die Adler. Nicht zuletzt deshalb reifte der inzwischen 25-Jährige zum Liebling der Fans. In der vergangenen Saison war der Stürmer einer der wenigen, der sich schon kurz nach dem enttäuschenden Aus in den Pre-Play-offs Anhängern und Journalisten stellte und dabei auch selbstkritisch hinterfragte.

    "Die Wut und den Ärger wollte ich im Sommer vergessen", gab Kink zu. "So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben", hat er sich neue Ziele gesetzt. Als größte Herausforderung sieht der frischgebackene Kapitän aber weder sein Amt, noch die Umstellung auf die Zonenverteidigung oder die Integration der Neuzugänge wie Manuel Klinge oder David Cespiva an, "sondern das Spiel gegen den EHC München".

    Eine Aussage, die sein Trainer mit einem zustimmenden Nicken kommentierte. "München und am Sonntag Straubing werden versuchen, über Kampf und Einsatz in die Partie zu kommen. Doch was der Gegner tut, ist zweitrangig", verdeutlichte Kreis seine Philosophie. Natürlich werde man sich auf die Mannschaften vorbereiten, "das ist aber zum jetzigen Zeitpunkt schwierig, weil es nur wenige Videobilder gibt". Zudem wurde bekannt, dass die Münchner ohne Verteidiger Daniel Hilpert auskommen müssen, der sich im letzten Test gegen Straubing am Knie verletzte.

    Noch ein Grund, weshalb Kreis nicht auf die andere Mannschaft schaut, sondern lieber darauf vertraut, dass seine Schützlinge, wie in der Vorbereitung, Kampfgeist und Siegeswillen zeigen. Begriffe, die bislang auf der "Motivationspyramide" im Eingangsbereich der Kabine standen. Die große Tafel ist Fotos der sechs Meistersaisons gewichen.

    "Diese Veränderung haben die Trainer und Manager Teal Fowler vorgenommen", berichtete Kink. "Ich finde das gut. Wie beispielsweise auch die kleine Lounge-Ecke, in der sich die Jungs zum Frühstück treffen und dann trainieren gehen." Wie hungrig die Adler sind, wird sich heute gegen München zeigen.
    "I think this is the beginning of a beautiful friendship." Rick Blaine, Casablanca (1942)

  2. #2
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    Mannheimer Morgen:

    Weichen gestellt

    Jan Kotulla zum Saisonstart der Mannheimer Adler


    Die eishockeyfreie Zeit hatte für die Fans der Adler zwar dank der Teilnahme der Mannheimer an der European Trophy bereits Mitte August ein Ende. Doch so richtig beginnt mit dem Start der DEL-Saison erst ab heute der Neubeginn bei den Blau-Weiß-Roten.

    Die Kurpfälzer wollen nach der verkorksten Saison völlig zurecht Wiedergutmachung betreiben und werben bei den Fans um Vertrauen. Die Weichen für den Umbruch sind gestellt: Mit Adler-Ikone Harold Kreis wurde ein Trainer verpflichtet, dem die Anhänger in dieser Eishockey-Region vertrauen. Dem 51-Jährigen wiederum scheint es ernst damit zu sein, deutschen Talenten eine Chance zu geben. Zudem hat er mit der Berufung des 25-jährigen Marcus Kink zum Kapitän ein weiteres Signal gesendet. Das Sagen sollen nicht ausschließlich die nordamerikanischen Topspieler haben, sondern in erster Linie Akteure, die sich mit dem Traditionsverein identifizieren. Dazu passt die Berufung von Freddy Brathwaite in den Kreis der "Captains Group", einem neun Spieler umfassenden Kollektiv. Der kanadische Torhüter ist kein Lautsprecher, sondern ein zurückhaltender Beobachter, von dessen Erfahrung die ganze Mannschaft bereits immens profitiert hat und dies auch weiterhin tun kann. Dass die Adler als Etat-Krösus, und damit als Favorit in die Saison starten, stört die Verantwortlichen nicht. Mit dieser Hypothek müsse der Klub leben, erklärt Kreis. Seine Erfolge hinter der Bande in der Schweiz zeigen, dass er mit diesem Druck umzugehen weiß. Und mit Sicherheit ist der Publikumsliebling nicht an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt, um einfach nur in der Liga mitzuspielen.
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  3. #3
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    Rheinpfalz:

    Ein frischer Kick für die Karriere

    Eishockey: Marcus Kink ist neuer Adler-Kapitän – Heute Start gegen München


    MANNHEIM (olw). Stürmer Marcus Kink wird die Adler Mannheim heute (19.30 Uhr, SAP-Arena) in ihr erstes Saisonspiel der Deutschen Eishockey-Liga gegen den EHC München führen – als neuer Kapitän.

    „Eine große Ehre, in meinem Alter Kapitän der Adler Mannheim zu werden“, findet der 25-Jährige. Er mag ja noch jung sein, aber er ist eben auch der dienstälteste Spieler im neuen Adler-Kader, geht in seine siebte Mannheimer Saison. „Er hat Vorbildfunktion, auf und neben dem Eis“, betont Trainer Harold Kreis, der den Mann mit dem „C“ auf der Brust (C für Captain) und seine beiden Assistenten Ronny Arendt und François Methot bestimmte – ebenso wie die neue „Captain‘s Group“, eine Gruppe aus neun Profis, die quasi als erweitertes Bindeglied zwischen Trainerstab und Mannschaft wirken soll.

    Als die Adler im März schon in der Qualifikation zu den Play-offs scheiterten, waren Marcus Kink der Frust und die Wut am deutlichsten anzusehen. „Ich möchte so etwas nicht mehr erleben, das war eine Lehre“, beteuert der sonst immer fröhliche Bayer, der sich auf dem Eis für keinen Weg in die Ecken zu schade ist, bei den Stars des Teams durchaus auch als „Bodyguard“ höchstes Ansehen genießt. Jetzt ist er in der Hierarchie aufgestiegen, was auch seinen Nationalmannschaftsambitionen einen frischen Kick geben könnte. Die WM im Mai verpasste Kink knapp.

    Außer Sven Butenschön (Kreuzbandriss) sind vor dem heutigen Start alle Adler fit. Neuzugang Manuel Klinge rückt in den Sturm mit Methot und Seidenberg, in Überzahl soll er neben King und Papineau spielen. Dass die Adler, mit fünf Titeln Rekordmeister, in einer Trainerumfrage der DEL achtmal als Titelfavorit genannt wurden, nimmt Harold Kreis gelassen zur Kenntnis: „Das ist eine Hypothek, die diese Organisation hier immer zu tragen hat.“


    Die DEL-Prognose

    Titelfavorit: Wie immer die Eisbären Berlin. Doch ist das Offensivpotenzial der Verteidigung nicht mehr so furchteinflößend wie früher. Der Sturm ist eingespielt, dank sechs offener Ausländerlizenzen kann nachgebessert werden.

    Finalkandidaten: Degon, Chartier und Forbes sind gute Einkäufe des so punktuell verstärkten ERC Ingolstadt. Die Adler Mannheim bauen auf Teamverjüngung und den Wiedergutmachungseffekt.

    Geheimtipps: Die Kölner Haie haben offenbar ihre Geldnöte überwunden und munter eingekauft - Ex-NHL-Ass Matt Pettinger könnte neben Heimkehrer Gogulla ein Liga-Star werden. Die Grizzly Adams Wolfsburg um Neu-Cheftrainer Pavel Gross bauen auf ihren guten Kader der letzten Saison.

    Sichere Play-off-Kandidaten: Meister Hannover Scorpions wird den Titel nicht verteidigen können, hat aber eine robuste Abwehr. Die abgespeckten DEG Metro Stars dürften in diesem Mannschaftsteil Probleme bekommen, vorne wurden die abgewanderten Stars Reid und MacDonald durch Beechey und James sinnvoll ersetzt. Einer Wundertüte gleichen die Hamburg Freezers mit 18 Neuzugängen, die aber teilweise hochkarätig sind (Lamothe, Ouellet, Murphy, Bassen).

    Play-off-Anwärter: Das Karriere-Ende des Topscorers André Savage schmerzt die Nürnberg Ice Tigers, die auf Torwart Patrick Ehelechner setzen. Sensations-Vizemeister Augsburger Panther verlor seine Asse an die reicheren Konkurrenten, behielt aber WM-Held Dennis Endraß. Seriös gearbeitet wird seit Jahren bei den Iserlohn Roosters – die Pre-Play-offs sind das Ziel. Gleiches gilt für die Straubing Tigers mit den verlässlichen Ausländern (Mapletoft, Meloche, Hahn).

    Außenseiter: Liga-Neuling EHC München lebt zwar von der Aufstiegseuphorie und ein paar semi-prominenten Neuzugängen (Julien, Petermann, Schneider, Adams), plant die erste Saison aber als Lernjahr ein. Für die finanziell klammen Krefeld Pinguine wäre es schon ein Erfolg, die Saison zu Ende zu bringen ... (olw)
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  4. #4
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  5. #5
    Eishockeyfan Avatar von JoeCool
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    Habe keine bessere Stelle gefunden, deshalb die Frage in die Runde nach der Aufstellung. Von Harold Kreis war zu hören, dass die Reihen wohl feststehen würden und das er nicht beabsichtigt die Formationen ständig wild durcheinander zu würfeln.

    Gibt es irgendwo eine belastbare Aussage, wie die Reihen nun aussehen werden/könnten?

    Indikativ hab' ich mal eine Ableitung versucht aus den letzten Spielen:

    Pollock, Périard;
    Scalzo, Dietrich ;
    Reul, (Butenschön) Cespiva/Mapes ; ?

    Klinge/Mauer (?), Methot, Seidenberg;
    Robinson, MacDonald, Kink;
    King, Papineau, Arendt;
    Ritter, El-Sayed, Plachta.
    Quality is not an act, it is a habit (Aristoteles)

  6. #6
    Forward Avatar von Patrick269
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    Denke Plachta wird nach Heilbronn müssen und Klinge ersetzt ihn. Mauer wird in Reihe 4 mit El-Sayed und Ritter spielen und Klinge in Reihe 1
    Mapes kann ich mir als Verteidiger Nr. 7 vorstellen (bis Butenschön wieder kommt)

  7. #7
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    Ich glaube kaum, daß Plachta nach HN muss und El Sayed hier bleibt. Schätze Erstgenannten doch noch etwas stärker ein - zumindest momentan.

  8. #8
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    Das war auch mein Eindruck bei den paar Spielen bei denen ich letztes Jahr in Heilbronn war. Plachta ist ein gutes Stück weiter als El Sayed.

  9. #9
    Registrierter Benutzer Avatar von Frank #80
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    Sehe ich genauso, hab Plachta während der Schwedenspiele als sehr gut empfunden und auch beim Training am Dienstag machte er einen sehr Konzentrierten und trotzdem aber auch einen gelösten Eindruckt, ich denke er spürt das er in der jetzigen Mannschaft und dann auch noch unter Harry eine echte Chance besitzt und diese jetzt auch versucht zu ergreifen ..... auch ist er beim Training als einer der letzten vom Eis gefahren was ja auch meist ein Indiez für Ehrgeiz, Wille und Moral ist.
    El Sayed sehe ich im Moment noch nicht ganz auf dieser Stufe - das ist allerdings meine ganz persönliche Meinung.
    Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse.
    Zitat Rudolf Nurejew

  10. #10
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    Ich stimme zu, Plachta machte einen besseren Eindruck als El-Sayed.

  11. #11
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