Adler Mannheim
4:3-Sieg n.V. zum DEL-Auftakt gegen München
Mit einem etwas glücklichen 4:3-Heimsieg nach Verlängerung gegen Liganeuling EHC München starteten die Mannheimer Adler in die DEL-Saison 2010/11. Plachta, Kink und Seidenberg (2) trafen für Mannheim, Julien, Dietrich und Gyori für München.
9280 Zuschauer in der SAP ARENA sahen im ersten DEL-Spiel der Saison 2010/11 engagierte Adler auf dem Weg nach vorne. Gleich nach 30 Sekunden musste Münchens Keeper Sebastian Elwing sein Können zeigen, als Craig MacDonald abzog. Eine Minute später hatten Justin Papineau und Ronny Arendt die frühe Führung vor Augen, in der vierten Minute verpasste Robert Dietrich seinen ersten DEL-Treffer für Mannheim – leider allesamt ohne Erfolg. Doch der DEL-Neuling aus München fand besser ins Spiel und beschäftigte nach den ersten Torchancen der Adler auch Mannheims Keeper Fred Brathwaite. Der Kanadier parierte gegen Ejdepalm (8. Minute), Wichert (9.) und Lavallee (13.).
In der 13. Minute dann endlich die Führung für Mannheim. Die vierte Sturmreihe der Adler mit Frank Mauer, Matthias Plachta und Marc El-Sayed hatte gut im gegnerischen Drittel gearbeitet und die Defensive der Bayern gehörig unter Druck gesetzt. Den Pass zurück an die blaue Linie nutzte Jame Pollock zum Schlagschuss, Matthias Plachta fälschte die Scheibe noch ab und erzielte seinen ersten DEL-Treffer. Doch ganze 23 Sekunden später stand es 1:1. Die Defensive der Blau-Weiss-Roten hatte nicht aufgepasst, als Stéphane Julien nach einem Zweikampf an der Bande hinter dem Tor völlig frei vor dem Tor stand. Der Ex-Kölner nahm den Pass von der Bande direkt und traf zum zu diesem Zeitpunkt verdienten Ausgleich.
Im zweiten Drittel nahmen die Adler das Heft in die Hand und versuchten mit mehr Engagement das Spiel zu gestalten. Ronny Arendt (22.) und Nathan Robinson (25.) hatten zwei sehr gute Chancen, doch es dauerte bis zur 30. Minute, als François Methot Yannic Seidenberg perfekt in Szene setzte. Seidenbergs Schuss landete rechts oben im Netz – 2:1 für die Adler. Das Team von Harold Kreis konnte die Überlegenheit im Mittelabschnitt jedoch nicht ausreichend in gute Torchancen umsetzen. Das bestrafte Münchens Brandon Dietrich, der das hohe Verkehrsaufkommen vor dem Tor von Fred Brathwaite nutzte und dem Keeper im Kasten der Adler in der 39. Minute keine Chance ließ. Mit dem 2:2 ging es in die zweite Pause.
Das Schlussdrittel begann so richtig, als Ex-Adler Felix Petermann in der 43. Minute für zwei Minuten auf die Strafbank musste. Die Adler spielten Überzahl, auch im Angriffsdrittel, doch ein echtes Powerplay wollte dabei nicht entstehen – Torchancen Fehlanzeige. Erst in der 48. Minute hatte Markus Kink die erste nennenswerte Chance, Elwing blieb Sieger. Doch mit zunehmender Spielzeit wurden die Gäste frecher. So nutzte dann Dylan Gyori einen Fehler in der Adler-Defensive und brachte den EHC mit 2:3 in Front. Die Adler agierten einige Minuten leicht verunsichert, München bekam die zweite Luft, doch die Aufholjagd der Mannheimer wurde belohnt. Mannschaftskapitän Markus Kink traf in der 58. Minute zum verdienten 3:3-Ausgleich.
Ein Sonntagsschuss half Adlern dann in der Verlängerung zum Sieg. Yannic Seidenberg zog in der 64. Minute einfach mal ab und traf zum zweiten Mal ins Netz zum 4:3-Sieg der Adler.



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