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Thema: Presse vom 5.9.10

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    Presse vom 5.9.10

    Die Rheinpfalz schreibt:


    Die Jungen sind einfach klasse

    EISHOCKEY: Zum Saisonauftakt überzeugen die Nachwuchsstürmer der Adler Mannheim. Dafür gibt es Lob von Trainer Harold Kreis. Die zweite Reihe steigert sich gegen München. Heute geht"s in einem weiteren Heimspiel gegen Straubing.


    VON ALEXANDER THOM


    MANNHEIM. Immer wieder wurde im Vorfeld der neuen DEL-Saison in Mannheim betont, wie wichtig ein guter Start sei, um eine Euphorie zu entwickeln. Gegen München legten die Adler keinen Fehlstart hin. Doch das 4:3 nach Verlängerung war denkbar knapp. Eine bessere Beurteilung der Qualität des Auftakts folgt heute, 18.30 Uhr, zuhause gegen die Straubing Tigers.


    „Zum Saisonbeginn weiß man nie wirklich, wo man eigentlich steht. Es kann schon sein, dass unser Spiel von außen manchmal etwas zerfahren gewirkt hat", sagte Stürmer Yannic Seidenberg. Ihm war es zu verdanken, dass Mannheim statt einem Zähler zwei Punkte verbuchte.


    In der vierten Minute der Verlängerung nutzte er ein Zuspiel von Marcus Kink. Zuvor markierte Seidenberg das 2:1 (30.). „Methot und Kink haben mir schön aufgelegt. Ich habe einfach versucht, die Scheibe aufs Tor zu bringen", meinte Seidenberg wohl wissend, dass etwas mehr dazu gehört, als nur den Puck in Richtung Kasten zu schießen. Der 26-Jährige stellte fest, dass „gute Ansätze zu sehen waren", auf der anderen Seite aber „noch viele Fehler".


    Mit Francois Methot und Neuzugang Manuel Klinge bildete Seidenberg die zweite Sturmreihe, die sich im Laufe des Spiels steigerte. „Mit jedem Wechsel wurde es besser", teilte Seidenberg mit. Nationalspieler Manuel Klinge, der unter der Woche von den vom Spielbetrieb ausgeschlossenen Kassel Huskies kam, absolvierte erst wenige Trainingseinheiten. „Mir war aber sofort klar, wo er spielen wird", erklärte Adler-Coach Harold Kreis, dass „es nicht viele Möglichkeiten gab".


    Dafür stand Toni Ritter (20) zwar in der ersten Partie auf dem Spielberichtsbogen, aber nicht auf dem Eis. „Frank Mauer, Marc El-Sayed und Matthias Plachta haben in den acht Vorbereitungsspielen einen stabileren Eindruck gemacht", erläuterte Trainer Kreis seine Entscheidung und lobte zugleich eben jene vierte junge Sturmreihe: „Die Jungs haben überragend gespielt."


    Nicht nur das: Sie standen auch beim 1:0-Führungstreffer (13.) durch Matthias Plachta auf dem Eis. Sturmkollege Mauer sicherte den Puck. Es war der erste DEL-Treffer für den 19-Jährigen bei seinem ersten DEL-Auftritt. „Die Jungen haben klasse gespielt, weil sie einfach gespielt haben. Wir anderen haben alle zu viel probiert. Deswegen hat alles etwas verkrampft gewirkt. Es war kein gutes Spiel von uns. Aber wir haben gezeigt, dass dieses Jahr eine Kampfbereitschaft in der Mannschaft steckt", erklärte Neu-Kapitän Marcus Kink.


    Dass er als 25-Jähriger das „C" auf der Brust trägt, sei eine Auszeichnung für ihn. Seine Reihe mit Craig MacDonald und Nathan Robinson hatte lange Zeit Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. In der 58. Minute erzielte Kink aber das wichtige 3:3 vor 9280 Zuschauern und rettete seine Mannschaft somit in die Verlängerung. Außerdem vervollständigte er mit seinem Treffer das deutsche Trio der Adler-Torschützen an diesem Abend. „Jeder, der heute im Stadion war, hat bei uns die Nervosität gespürt. München war in einer Kann-Situation, wir in einer Muss-Situation", sagte Harold Kreis nach der Partie. Gleiches dürfte auch für die heutige Begegnung gegen Straubing gelten. Mannheims Coach zeigt sich aber zuversichtlich: „Die Mannschaft hat einen Rückstand gedreht und dann in der Verlängerung gewonnen. Das zeugt von Selbstvertrauen, und das wollen wir auch ins nächste Spiel mitnehmen." Mit einem Drei-Punkte-Erfolg würde der Adler-Start dann doch die erhoffte Auszeichnung „gut" erhalten.
    Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse.
    Zitat Rudolf Nurejew

  2. #2
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    Die Rheinpfalz schreibt:



    QUERPASS

    Gesichter

    Das deutsche Eishockey braucht wieder mehr Spektakel. Und Identifikationsfiguren.

    VON OLIVER WEHNER


    Eine Marke ist in der öffentlichen Wahrnehmung oft nur so gut wie ihr Image - und umgekehrt. Tanken Sie auch nach Farben? Etwa lieber blau statt gelb? Im Sport sind Marken häufig mit Gesichtern verknüpft. Handball-Bundesliga, da denken viele an die Stars der Nationalmannschaft, an die Weltklassespieler aus dem Ausland. Fußball-Bundesliga, da entfaltet sich eine ganze Posterwand vor dem geistigen Auge. Und Eishockey? Schwierig, denn die Jungs tragen ja immer Helme ...


    Aber wer hätte nun, selbst nach der tollen Eishockey-WM im Mai, deutsche Überflieger wie Torwart Dennis Endraß außerhalb Augsburgs oder Marcel Müller außerhalb Kölns auf der Straße erkannt? Das ist durchaus ein Problem der Deutschen Eishockey-Liga, jedenfalls abseits ihres Fan-Stammes, der immerhin noch so groß ist, dass Eishockey die zuschauerträchtigste Hallen-/Arenen-Sportart dieses Landes ist. Noch. In Gefahr ist dieser Status, wenn es nicht flächendeckend gelingt, durch neue, moderne, anheimelnde Arenen mehr als nur ein Expertenpublikum anzusprechen. Ein Rechenbeispiel: Im alten, zugigen und feuchten Friedrichspark-Eisstadion hatten die Adler im Schnitt um die 5000 Zuschauer. Seit es die SAP-Arena gibt, hat sich dieser Schnitt mehr als verdoppelt. Die Vermutung, dass da ein „neues" Publikum gezogen wurde, liegt nahe.


    Dieses, das sich übrigens verstärkt aus Frauen rekrutiert, lechzt nach Gesichtern. Die Adler wollen Sympathieträger Marcus Kink (25) als ein solches Gesicht ihrer Organisation aufbauen und machten ihn nun zum Kapitän. Klug. Die reine Faszination des Eishockeys hat in den letzten Jahren hierzulande eher gelitten. Zu wenige Tore, zu wenig Spektakel - auch mit den Fäusten. In Maßen gehört das halt dazu. So gesehen könnte eine neue DEL-Regel in die richtige Richtung gehen: Nach einer Spieldauerstrafe ist der Sünder nicht mehr fürs nächste Spiel gesperrt, sondern erst nach dem dritten Vergehen dieser Art im Saisonverlauf. Ein paar Hemmungen dürfen also ruhig fallen gelassen werden ...
    Geändert von Frank #80 (05-09-10 um 06:34 Uhr)
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    Zitat Rudolf Nurejew

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