Mannheimer Morgen
Dimitrakos rückt bei Adlern auf Mittelstürmerposition / Kommt Gelke aus Heilbronn?
Auch Ullmann fehlt länger
Den Mannheimer Adlern bleibt das Verletzungspech treu. Nachdem Craig MacDonald wegen eines Kreuzbandrisses noch mindestens bis Ende Februar ausfallen wird, hat es jetzt auch seinen Sturmkollegen Christoph Ullmann erwischt. Der Nationalspieler fällt mit einer Entzündung des Schambeins und der Schambeinfuge drei bis vier Wochen aus. Die Blau-Weiß-Roten müssen damit in den nächsten sieben DEL-Partien ohne den 28-Jährigen auskommen. Geplant ist, dass Ullmann nach der Länderspielpause wegen des Belarus-Cups zur Ligapartie in München am 14. Februar in den Kader zurückkehrt.
"Diese Verletzung macht mich natürlich nicht glücklich", sagte Harold Kreis. Der Adler-Trainer muss damit auf den Ausfall von zwei Mittelstürmern reagieren. Dass es sich mit MacDonald und Ullmann ausgerechnet um die besten Bullyspieler der Adler handelt, kommt zu allem Pech noch dazu. Kreis wird Niko Dimitrakos von der Außen- auf die Centerposition beordern. Für den Amerikaner mit griechischen Wurzeln kein unbekanntes Terrain, auch wenn er zuletzt häufiger auf dem Flügel eingesetzt wurde.
Immerhin kehren mit Denis Reul (Sperre) und dem zuletzt krank fehlenden Dimitrakos für die Partie in Augsburg (Freitag, 19.30 Uhr) zwei Profis zurück. Obwohl Kreis damit wieder sieben Verteidiger zur Verfügung stehen, sei es keine Option, Abwehrspieler Florian Kettemer in den Angriff zu beordern. Der ehemalige Augsburger hatte in dieser Saison bereits einige Male im Sturm ausgeholfen. Stattdessen spielt der Coach ernsthaft mit dem Gedanken, den zurzeit an den Zweitliga-Kooperationspartner Heilbronner Falken ausgeliehenen Richard Gelke fürs DEL-Team lizenzieren zu lassen. "Gelke ist läuferisch und physisch in der Lage, bei uns zu spielen", sagte Kreis. Heute will der 52-Jährige diesen Vorschlag mit Teal Fowler besprechen. Der Manager weilte zuletzt einige Tage beim NHL-Kooperationspartner Toronto Maple Leafs.
Für Gelke hätte die Beförderung den Nachteil, dass er in der laufenden Runde nicht mehr nach Heilbronn zurückwechseln kann. Dies war in den vergangenen Jahren noch möglich gewesen, ist es nun aber nicht mehr, da die ESBG, die den Spielbetrieb in der Zweiten Liga organisiert, den Kooperationsvertrag mit der DEL nicht unterzeichnet hat.
Gelke hat in dieser Runde in 23 Zweitliga-Spielen bislang zwei Tore erzielt und vier weitere eingeleitet. In der Saisonvorbereitung war der gebürtige Reutlinger im Rahmen der European Trophy bei den Adlern zum Einsatz gekommen.



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