Die Rheinpfalz schreibt:
Vor der Schiedsrichterkabine geht's weiter
Wie ein lange Zeit sehr faires Spitzenspiel beinahe doch noch eskalierte - Adler genießen Erfolg
Von Oliver Wehner
Als sich die glücklichen Spieler der Adler Mannheim nach dem imponierenden 5:2-Sieg gegen Tabellenführer Berlin auf den Weg zur Ehrenrunde vor der vollbesetzten Stehplatzkurve machten, da flogen ihre Köpfe allesamt nochmal kurz nach links, in Richtung Schiedsrichterkabine. Dort hatte sich Eisbären-Trainer Don Jackson massig aufgebaut und verlangte Einlass: „Wir müssen reden!”
Rein durfte er nicht, aber Daniel Piechaczek kam heraus. Jackson ärgerte sich - heftig, aber noch in gesittetem Tonfall - über die gegen Sven Felski verhängte Matchstrafe, als der Eisbären-Routinier den aufs leere Tor stürmenden Yannic Seidenberg mit einem üblen Check zum Kopf gebremst hatte. Piechaczek, in einem bis zu dieser späten Szene bemerkenswert fairen Spitzenspiel ein souveräner Leiter, blieb mannhaft bei seiner Sicht der Dinge. Und dann wurde das Gespräch - vorsichtig gesagt - lauter, weil Adler-Manager Teal Fowler, gut einen Kopf kleiner als Jackson, sich mutig einmischte und sinngemäß feststellte: Ihr verliert halt auch mal, daran muss ja nicht der Schiedsrichter schuld sein ...
Zur verbalen Eskalation kam's dann zum Glück nicht mehr, auch wenn doch mehrmals das im nordamerikanischen Sprachgebrauch nicht seltene Wort, das mit „F” beginnt und mit „uck” endet, erschallte. Wieso auch? Schließlich gab's sportlich gesehen am klaren Ergebnis überhaupt nichts zu bemängeln, was selbst Jackson so sah: „Mannheim hat schnell und schlau gespielt.” Und Felski? Den bestrafte noch auf dem Eis Shawn Belle in Eishockey-typischer Selbstjustiz ...
Dem Titelverteidiger fehlten freilich einige wichtige Profis, doch auch die Adler vermissen zwei Schlüsselspieler (Ullmann, MacDonald) - so gesehen war zwar nicht wirklich Waffengleichheit, aber natürlich genoss der Herausforderer einen großen Sieg, mit dem er nach Punkten mit dem Platzhirschen gleichzog. „Es war das perfekte Spiel, um wieder in die Spur zu kommen”, sagte Adler-Stürmer Yanick Lehoux nach davor drei Niederlagen in Folge. Der Kanadier war der Mann des Abends vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP-Arena. Das 2:0 erzielte er per Abstauber, sein 3:1 war ein fantastisches Tor nach feiner Einzelleistung, wobei Kollege Marcus Kink auch noch Rob Zepp im Berliner Tor geschickt die Sicht nahm. Und ein ganz wichtiges Tor, hatten die Gäste doch kurz zuvor den Anschluss geschafft. „Dieses Momentum haben wir ihnen gekillt”, wusste Lehoux.



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Lächle denn es könnte schlimmer kommen!! Ich lächelte und es kam schlimmer

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