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Thema: Presse vom 20.1.12

  1. #1
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    Presse vom 20.1.12

    Rheinpfalz:

    Bodyguard als Held

    Eishockey: Adler feiern Belle - Kreis' Lob fürs Team


    Mannheim (olw). Der spielentscheidende Mann der Adler Mannheim beim 5:2-Triumph über Eishockey-Meister Eisbären Berlin hieß Yanick Lehoux. Für die Mannschaft war Shawn Belle ein weiterer Held - er ahndete das üble Foul gegen Yannic Seidenberg in den letzten Sekunden der Partie auf seine Weise.

    Es war wie in der kanadischen Heimat des Abwehrriesen, als er sich Übeltäter Sven Felski sofort schnappte und das Eisbären-Idol nicht nur zur Schnecke, sondern auch zur Schildkröte machte - diese für Eishockey-Profis eher peinliche Schutzhaltung nämlich nahm „Felle” ein, als Belle ihn zur Rechenschaft zog. Dass der für vier Partien gesperrte Berliner den aufs leere Tor stürmenden Seidenberg mit einem Check zum Kopf gebremst hatte, ließ Belle vor Wut rotsehen. „Es waren noch 28 Sekunden zu spielen, es stand 5:2 - deshalb war es völlig unnötig und dreckig”, erklärte der Verteidiger gestern. Instinktiv - „so wie ich es von zu Hause kenne” - habe er gehandelt. Innerhalb des Teams kam das gut an. „Bis ich überhaupt reagieren konnte, war die Sache durch Shawn schon geregelt gewesen. Das war eine starke Aktion von ihm”, dankte Seidenberg, der trotz Nackenschmerzen heute Abend (19.05 Uhr) beim ERC Ingolstadt auflaufen will, seinem „Bodyguard” in dieser Szene.

    Apropos Dank: Trainer Harold Kreis feierte gestern seinen 53. Geburtstag und hielt vor seinen Spielern eine kurze Ansprache mit ganz eigenem Inhalt. „Ich habe mich bei der Mannschaft bedankt, dass ich mit ihr nicht so schnell altere wie sonst”, erzählte er grinsend. Das versteckte Lob: Die Adler spielen weiterhin eine richtig starke Saison, finden auf Mini-Krisen stets eine Antwort. „Bei uns drückt keiner auf den Panikknopf”, versichert Stürmer Yanick Lehoux, der gegen Berlin zweimal traf.

    Heute Abend, im Duell mit dem Tabellendritten ERC Ingolstadt, hofft Kreis auch auf Torjäger Ken Magowan, der sich gestern unwohl fühlte und nicht trainierte. „Wir können uns ein bisschen absetzen”, sagt der Coach mit Blick auf die Tabelle.

  2. #2
    Super Moderator Avatar von Paige
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  3. #3
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    Mannheimer Morgen

    Eishockey: Einsatz von Adler-Angreifer Yannic Seidenberg in Ingolstadt fraglich

    "Felskis Strafe ist ein Witz"

    Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter


    Mannheim. Spielt er - oder spielt er nicht? Gestern wusste Yannic Seidenberg noch nicht genau, ob er heute (19.05 Uhr/live bei Sky) gegen seinen Ex-Klub ERC Ingolstadt mitmischen kann. Nach dem Vormittagstraining hatte Harold Kreis noch Entwarnung gegeben. "Ich denke, Yannic ist okay", sagte der Coach an seinem 53. Geburtstag. Am Nachmittag, als sich das Team zur Abfahrt traf, hörte sich das beim Wackelkandidaten selbst nicht so optimistisch an. "Ich habe mich nach dem Training nicht gut gefühlt", erklärte Seidenberg, der die Auswirkungen des Felski-Fouls beim 5:2-Sieg gegen die Eisbären Berlin deutlich spürte.

    Die Deutsche Eishockey Liga hatte Felski am Mittwoch wegen eines Checks gegen den Kopf und Nackenbereich für vier Partien aus dem Verkehr gezogen. Seidenberg machte keinen Hehl daraus, was er von diesem Urteil hielt: "Das ist ein Witz! Vier Spiele Sperre ist viel zu wenig. Aber anscheinend spricht die DEL für jedes Foul mit anschließender Matchstrafe das gleiche Strafmaß aus", sagte der 28-Jährige, der damit auf die Bewertung der Vergehen von Straubings Sandro Schönberger oder Adler-Kapitän Marcus Kink anspielte: "Kinki musste beispielsweise vier Spiele für ein Foul zuschauen, das unglücklich im Forechecking passiert ist. Und Felski muss genauso lange pausieren, obwohl er den Ellbogen ausgefahren hat!"

    Manager Teal Fowler wollte gar nicht so sehr auf die Felski-Szene eingehen. Um den Vorwurf der Parteilichkeit zu entkräften, sprach er das generelle Problem an. "Die DEL müsste mal ein Zeichen setzen, um die Spieler zu sensibilisieren, nicht so in Zweikämpfe zu gehen. In der Liga gab es noch nie so viele Gehirnerschütterungen wie zurzeit - selbst die NHL hat dieses Problem bislang nicht in den Griff bekommen."

    Wagner nimmt Kollegen in Schutz


    Auch Steve Wagner war in dieser Saison bereits Leidtragender einer ähnlich unüberlegten Aktion. Nach Sandro Schönberges Check gegen den Kopf am 25. November verpasste der Adler-Verteidiger sieben Partien. "Ich denke nicht, dass die Spieler zu wenig Respekt gegenüber ihren Gegnern haben", sagte der 27-jährige Amerikaner und nahm damit seine Kollegen in Schutz: "In unserem schnellen Sport werden schon mal falsche Entscheidungen getroffen. Da sind dann die Schiedsrichter gefragt, diese richtig zu bewerten."

    Nach dem erfolgreich absolvierten Spitzenspiel gegen Tabellenführer Berlin steht in Ingolstadt (3.) die nächste Top-Partie für die Mannheimer (2.) an. Kreis, der gestern laut eigener Aussage "zum 15. Mal den 39. Geburtstag" feierte, fasste die Ausgangslage so zusammen: "Wir können uns mit einem Sieg absetzen, Ingolstadt kann mit einem Dreier zu uns aufschließen."
    http://img102.imageshack.us/img102/511/methotus9.jpg

    "Schieße einfach in die Ecke, wo der Goalie nicht steht. Dann hast du gute Chancen auf ein Tor." (Yanick Lehoux)

  4. #4
    Adler Mannheim
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    ...
    "Ich denke, Yannic ist okay", sagte der Coach an seinem 53. Geburtstag. Am Nachmittag, als sich das Team zur Abfahrt traf, hörte sich das beim Wackelkandidaten selbst nicht so optimistisch an.
    ...
    ... dann wünsch ich doch noch mal nachträglich "Alles Gute" zum Geburtstag. Und noch sehr viele Jahre in und um Mannheim.
    - Marmor, Stein und Eisen bricht, aber unsere Adler nicht. Alles alles geht vorbei, doch wir bleiben treu!

  5. #5
    bricht ice Avatar von icebrecher
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    Lampertheimer Zeitung

    Noch gut in Erinnerung

    Letzte Partie gegen Ingolstadt stand kurz vorm Abbruch / Heute nächstes Duell


    Seinen 53. Geburtstag hat Harold Kreis am Donnerstag gefeiert. Bei seiner Mannschaft bedankte er sich nach eigenen Angaben im Vormittagstraining dafür, dass er bei und mit ihnen „nicht so schnell“ altere wie bei anderen Klubs. Viel Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht, denn bereits heute Abend (19.05 Uhr, live auf Sky) steht für die Adler in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) das nächste Spitzenspiel auf dem Programm. Nach dem 5:2 gegen Meister und Tabellenführer Eisbären Berlin letzten Sonntag führt die Mannheimer der Weg heute zum Tabellendritten nach Ingolstadt.

    Die tabellarischen Vorzeichen sind klar: Mit einem Sieg kann sich der Tabellenzweite ein Polster von sieben Punkten vor dem ERC herausarbeiten. Bei einer Niederlage allerdings würden die Oberbayern bis auf einen Zähler an die Adler heranrücken. Tabellenführer Eisbären hat derweil unter der Woche in die Erfolgsspur zurückgefunden und sich mit einem 6:5 gegen die Grizzly Adams Wolfsburg ein Drei-Punkte-Polster auf die Adler erarbeitet. Heute Abend erwarten die Hauptstädter den EHC München in der heimischen O2-World.

    Das erst in der Schlussphase hitzige Duell mit Berlin hatte derweil unter der Woche noch ein Nachspiel: Während Yannic Seidenberg noch Schmerzen im Gesicht aushalten musste, weil ihn Sven Felski kurz vor Schluss übel gecheckt hatte (Seidenberg: „Eine völlig unnötige Aktion.“), bekam der Übeltäter am Mittwoch von der DEL eine vier Spiele währende Strafe aufgebrummt und wird den Eisbären fortan fehlen.

    Und auch das anstehende Match in Ingolstadt ist von Emotionen geprägt. Es war am 30. Dezember, als das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften in der SAP Arena kurz vor einem Abbruch stand, weil die Zuschauer gegen die Entscheidungen des Schiedsrichters protestierten und allerhand Gegenstände wie Geldmünzen aufs Eis warfen. Die Adler erhielten damals eine Geldstrafe, und auch Co-Trainer Mike Schmidt wurde belangt, weil er den Unparteiischen unflätig betitelt haben sollte. Harold Kreis kam wegen seiner Äußerungen nach dem Spiel mit einer Verwarnung davon. „Ich habe das zur Kenntnis genommen“, so Kreis.

    Der ERC Ingolstadt hatte damals beim Stand von 2:2 fünf Minuten vor Schluss beste Voraussetzungen, die Partie für sich zu entscheiden. Doch bei eigener Überzahl und in all dem Trubel verlor der ERC die Übersicht, kassierte seinerseits eine Strafe und verlor das Spiel noch mit 2:5.

    „Ich denke, alle haben das letzte Spiel noch in Erinnerung“, erwartet Adler-Headcoach Harold Kreis eine erneut hitzige Partie. In der Saturn-Arena müssen die Adler kühlen Kopf bewahren. „Es wird hart umkämpft, ein schweres Spiel, sehr intensiv“, glaubt Kreis.

    Personell sieht es bei den Adlern folgendermaßen aus: Craig MacDonald und Christoph Ullmann fehlen weiter langzeitverletzt. Der vom Kooperationspartner nachlizenzierte Richard Gelke machte seine Sache in der vierten Reihe sehr ordentlich. Die Youngster erledigten gegen Berlin nicht nur ihre Aufgabe, kein Tor zu kassieren, sondern „klauten“ sogar einen Treffer. Matthias Plachta holte zunächst einen Penalty gegen Felski heraus und verwandelte danach kaltschnäuzig.

    Ken Magowan fühlte sich am Donnerstag nicht gut, soll aber heute in Ingolstadt auflaufen. Yannic Seidenbergs Prellung im Gesicht nebst Beule ist etwas abgeklungen, so dass einem Einsatz auch hier nichts im Weg stehen dürfte. Das Tor wird Fred Brathwaite hüten. Kreis kündigte aber bereits an, dass Backup-Goalie Felix Brückmann im Januar Spielpraxis erhalten soll.

    Am Samstag können die Adler dann auf Kreis‘ Geburtstag anstoßen, denn am Sonntag haben sie spielfrei. Erst am Dienstag steht das nächste Auswärtsspiel in Köln an, bevor es am 27. und 29. Januar zweimal hintereinander zu Hause um Punkte geht.

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