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Thema: Presse vom 27.01.2012

  1. #1
    Registrierter Benutzer Avatar von Frank #80
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    Presse vom 27.01.2012

    Die Rheinpfalz schreibt


    Sozialkompetenz und Torhunger

    Adler-Stürmer Adam Mitchell sieht trotz der Ergebniskrise keinen Grund zur Panik



    Von Oliver Wehner


    Mannheim. Nur ein Sieg aus den vergangenen sechs Spielen - die Adler Mannheim stecken in ihrer zweiten Ergebniskrise dieser Eishockey-Saison. „Aber es gibt keinen Grund zur Panik, es ist auch keine sportliche Krise”, entgegnet Adam Mitchell, der Topscorer des Teams. Doch er weiß: „Wir müssen am Wochenende etwas tun.”


    Mitchell hat wie Verteidiger Chris Lee 35 Punkte auf seinem persönlichen Scorerkonto - zehn Tore und 25 Assists. Nicht nur deshalb kann ihm die derzeitige Situation bei den Adlern keine Angst einjagen. Er braucht zudem bloß ans Tabellenende zu schauen und sieht dort seinen Ex-Klub Hannover Scorpions. Dann weiß er: Noch sind's Luxusprobleme, die die Adler derzeit beschäftigen.


    „In Köln haben wir nicht viele Fehler gemacht, aber die wurden bestraft”, blickt er zurück auf das 3:4 am Dienstag. Schon einmal, im November, lief's nicht rund. „Aber auch da haben wir an unsere Stärken geglaubt”, erinnert sich Mitchell, der privat überhaupt keinen Grund zur Klage hat. Der Kanadier wurde im Spätsommer zum ersten Mal Vater, und inzwischen „schläft meine Tochter nachts auch durch”, verrät er lachend. Mit anderen Worten: Der Mittelstürmer will hellwach auf seine eigenen Chancen lauern und anderen Chancen ermöglichen. Mit seinen 25 Torvorbereitungen ist er ligaweit in der Spitzengruppe.


    Aber Mitchell zählt auch in der Kabine zum Führungspersonal. Sozialkompetenz nennt man heute wohl das, was der 30-Jährige vor zwei Wochen im Training bewies. Da lief mal wieder der gefürchtete „Bart-Wettbewerb”. Kurz erklärt: Es gibt ein Penaltyschießen, wer als Letzter ohne Torerfolg übrig bleibt, muss sich einen Monat lang einen eher uncoolen Oberlippenbart stehen lassen. Aber auch die Torhüter sind in Gefahr: Wer vier Treffer in Folge kassiert, hat ebenfalls verloren. Felix Brückmann ereilte dieses Schicksal im Herbst schon einmal, und nun also, vor zwei Wochen, da wäre ihm das nächste Tor erneut zum Verhängnis geworden. Doch der anlaufende Adam Mitchell zeigte Gnade, er lupfte die Scheibe von weitem und rettete seinen jungen Goalie so. „Keiner will diesen Bart, und Felix hatte ihn schon”, erklärt er seine - allerdings doch nicht ganz - selbstlose Tat. „Vielleicht hilft er mir beim nächsten Mal auch”, ergänzt er augenzwinkernd: „Vielleicht war es also sogar sehr eigennützig von mir ...”


    Dem gesamten Team sollte Selbstlosigkeit am Wochenende abgehen. Fünf, besser sechs Punkte aus den Heimpartien heute (19.30 Uhr) gegen die Straubing Tigers und am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Nürnberg Ice Tigers dürfen es schon werden. Das Wort „müssen” gefällt Harold Kreis nicht so sehr - es klingt reagierend, passiv. „Wir wollen diese Spiele gewinnen”, betont der Trainer, um damit auszudrücken, dass seine fraglos talentierte Mannschaft das Heft des Handelns weiter in der Hand hat - zumal heute Abend der zuletzt wegen einer Muskelzerrung pausierende Torjäger Ken Magowan ins Team zurückkehrt. „Unsere Ausgangsposition ist weiterhin gut”, befindet auch Adam Mitchell. Doch anstatt Spitzenreiter Eisbären Berlin (76 Punkte) zu jagen, soll nun erstmal der Tabellenzweite ERC Ingolstadt (72) eingefangen werden. Die Adler sind mit 70 Zählern Dritter.


    Auf den Flügel ausweichen wird Niko Dimitrakos. „Ich will ihn vom Druck der Centerposition befreien, damit er wieder mehr Eishockey spielt”, erklärt Kreis diese Maßnahme, die schon bei Yanick Lehoux fruchtete. Marcus Kink rückt auf die Mittelstürmerposition. Der Kapitän will in der Länderspielpause Anfang Februar auf die Nationalmannschaft verzichten und sich bei den Adlern auf den Saisonendspurt vorbereiten.
    Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse.
    Zitat Rudolf Nurejew

  2. #2
    Super Moderator Avatar von Paige
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    Lampertheimer Zeitung:

    Hoffnungen ruhen auf Magowan

    Von Maik Richter


    ADLER Stürmer kehrt nach Verletzung ins Team zurück / Überraschungsteam Straubing kommt in die SAP Arena


    Zwei aus sieben - so lautet die Formel der Adler im Jahr 2012. Das ist nicht allzu viel. Aus sieben Spielen stehen nur zwei Siege zu Buche. Die Mannheimer drohen, ihre gute Ausgangsposition zu verspielen. Nach dem Verlust der Tabellenführung an die Eisbären Berlin hat die Mannschaft von Headcoach Harold Kreis auch den zweiten Tabellenplatz an den ERC Ingolstadt hergegeben. Und jetzt sind auch die Grizzly Adams Wolfsburg als Tabellen-Vierter und die Straubing Tigers als -Fünfter nur noch vier beziehungsweise fünf Zähler hintendran. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen: Dem heutigen Heimspiel (19.30 Uhr) gegen eben jene Straubing Tigers kommt eine große Bedeutung zu. „Auf uns warten am Wochenende zwei Spiele, die wir unbedingt für uns entscheiden wollen. Das werden zwei harte Aufgaben. Wir haben deshalb im Training etwas die Intensität reduziert, um die volle Energie für beide Spiele zu haben“, sagte Harold Kreis nach dem Training am Donnerstag.

    Im Hier und Heute wieder in die Spur finden

    Im Anschluss an das Spiel am Freitag dürfen die Adler am Sonntag schon wieder zu Hause ran: Um 14.30 Uhr gastieren die Nürnberg Ice Tigers in Mannheim. Da können sich die Verantwortlichen beider Teams schon mal abstimmen, ob es was wird mit dem Duell unter freiem Himmel am 5. Januar 2013. Der Hauptsponsor und Namensgeber der Ice Tigers, Thomas Sabo, plant ein Winter-Classic nach nordamerikanischem Vorbild im Nürnberger Fußballstadion. Als möglicher und attraktiver Gegner gelten die Adler.

    Doch das ist Zukunftsmusik. Im Hier und Heute geht es für die Adler darum, wieder in die Spur zu finden. Auch am Dienstag setzte es bei den Kölner Haien eine Niederlage, die Headcoach Kreis aber nicht so negativ bewerten will wie man meinen könnte: „Wir haben in Köln wesentlich stärker als gegen Ingolstadt gespielt. Nur das Ergebnis hat nicht gepasst“, so Kreis. Kleine Fehler, die in vielen Spielen ohne Folgen bleiben, seien diesmal bitterböse bestraft worden. Für die Adler heißt das nun, auch diese kleinen Fehler abzustellen, um in die Erfolgsspur zurückzufinden.

    Fürs Teamgefüge sicherlich nicht unerheblich ist die Rückkehr von Ken Magowan, der seine Muskelzerrung überwunden hat und wieder mit Adam Mitchell und Mike Glumac für Gefahr vor dem gegnerischen Tor sorgen soll. „Für mich ist das eine sehr gefährliche Reihe“, sagt Kreis. Mit Magowans Rückkehr rückt auch Niko Dimitrakos an seinen angestammten Platz zurück und agiert nun wieder mit Marcus Kink und Yannic Seidenberg. „Wir haben wieder vier ausgeglichene Reihen“, sagt Kreis.

    Mit Straubing kommt am heutigen Abend das Überraschungsteam der Saison in die SAP Arena. Wohl kaum einer hatte vor der Spielzeit damit gerechnet, dass die Niederbayern ein aussichtsreicher Kandidat auf die direkte Play-off-Qualifikation sein würden. „Sie sind unglaublich laufstark, spielen schnelles und präzises Hockey und haben technisch starke Stürmer, die selbst in Bedrängnis sehr gefährlich sein können“, spricht Kreis über den kommenden Gegner voller Respekt. Dennoch gibt es für die beiden Heimauftritte nur ein Ziel: zwei Siege.

  3. #3
    bricht ice Avatar von icebrecher
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    Mannheimer Morgen

    Mit Heimsiegen gegen die Straubing Tigers und die Nürnberg Ice Tigers soll der Platz unter den Top Vier verteidigt werden

    Mannheimer Adler stehen am Scheideweg

    "Crunch Time". Es gibt im Deutschen kein Wort, das die Situation der Mannheimer Adler besser beschreiben würde als dieser Begriff aus dem nordamerikanischen Profisport, der so viel bedeutet, wie: Jetzt geht's um die Wurst. Mit dem letzten Saisonviertel ist in der Deutschen Eishockey Liga diese Phase angebrochen. Ein einziger Fehler lässt die Waage Richtung null Punkte pendeln, eine Niederlage kann die Entscheidung im Kampf ums Heimrecht im Play-off-Viertelfinale bringen.

    Harold Kreis wägt seine Aussage zur Lage der Liga und dem bevorstehenden Doppel-Heimspielwochenende heute gegen die Straubing Tigers (19.30 Uhr) und am Sonntag (14.30 Uhr) gegen die Nürnberg Ice Tigers sorgfältig ab. "Wir wollen beide Partien gewinnen, ich möchte das Wort ,müssen' nicht in den Mund nehmen." Dabei wissen Coach und Mannschaft genau, was die Stunde nach nur einem Sieg aus den vergangenen sechs Spielen geschlagen hat: Statt weiter zumindest auf Tuchfühlung zu Spitzenreiter Berlin zu sein, muss der Tabellendritte den Blick nach hinten richten, wo die Verfolger Wolfsburg, Straubing und Hamburg schon auf den nächsten Mannheimer Ausrutscher lauern.

    Hatten die Blau-Weiß-Roten vor gut einer Woche im Gipfeltreffen gegen die Eisbären (5:2) noch einmal alle Kräfte mobilisiert, setzte es in Ingolstadt (2:4) und Köln (3:4) bittere Rückschläge. Kreis erkannte gegen die Haie immerhin eine Leistungssteigerung, doch auch die Fehler blieben dem 53-Jährigen nicht verborgen: "Wir sind zwar am Mann, wir decken ihn aber nicht." Marcus Kink sah das ähnlich. "So haben wir uns die vergangenen Spiele bestimmt nicht vorgestellt, das ist nicht unser Anspruch", sagte der Kapitän, der sich über die "kleinen Fehler, die sofort bestraft wurden" ärgerte. Um mit voller Konzentration und aufgeladenen Akkus in den Vorrunden-Endspurt zu gehen, sagte Kink Bundestrainer Jakob Kölliker für das Vier-Nationen-Turnier Anfang Februar in Weißrussland ab. "Wir sind so verblieben, dass ich eine Pause bekomme", erklärte der 27-Jährige. Somit ist aus Mannheim nur Verteidiger Niki Goc in Minsk dabei.

    Gute Nachrichten gab es für Kreis nach dem Training. Ken Magowan stand nach seiner Muskelzerrung zwar wieder mit auf dem Eis. Die Entscheidung, dass der Torjäger gegen Straubing ins Team zurückkehrt, traf jedoch die medizinische Abteilung. Dass er bei den Niederlagen in Ingolstadt und Köln tatenlos zusehen musste, schmeckte Magowan überhaupt nicht. "Ich bin kein guter Zuschauer", sagte der 30-Jährige, der gegen Straubing nichts Unmögliches, sondern die Besinnung auf die eigenen Stärken von sich und seinen Teamkollegen fordert: "Wir müssen Schlittschuh laufen und kämpfen - eben die Tugenden des Mannheimer Eishockeys zeigen. Wir dürfen uns keine Aussetzer mehr erlauben", sagte der Außenstürmer mit Blick auf die "Crunch Time".

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