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Thema: 29.1.12 Adler Mannheim - Nürnberg Ice Tigers 3:2 (Spielberichte)

  1. #1
    bricht ice Avatar von icebrecher
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    29.1.12 Adler Mannheim - Nürnberg Ice Tigers 3:2 (Spielberichte)

    Adler Mannheim

    Adler holen drei Punkte gegen Nürnberg

    Im zweiten Heimspiel des Wochenendes machten die Adler sich wie schon am Freitag selbst das Leben schwer und lagen zur zweiten Pause mit 1:2 im Rückstand. Yanick Lehoux und Marcus Kink trafen jedoch im letzten Drittel zum Mannheimer 3:2-Sieg. Den ersten Mannheimer Treffer hatte Jaime Sifers erzielt, Shane Joseph und Brad Leeb trafen für Nürnberg.

    Nach dem ersten Abtasten kamen die Adler nach etwa fünf Minuten ins Spiel. Yanick Lehoux prüfte Patrick Ehelechner, kurz danach hielt Nürnbergs Keepers gut gegen Seidenberg. Als wenig später die Gäste die erste Strafe des Spiels kassierten, stand jedoch die Nürnberger Defensive zu wenig unter Druck. Stattdessen schloss Shane Joseph einen Unterzahlkonter über T.J. Kemp erfolgreich ab und brachte die Franken mit 0:1 in Front.

    Der Gegentreffer brachte die Adler aus dem Konzept. Felix Brückmann, der nach Fred Brathwaites am Freitag erlittener Knöchelverletzung erneut zwischen den Pfosten des Mannheimer Tores stand, musste zur Mitte des ersten Drittels vier, fünf gute Schussgelegenheiten der Ice Tigers abwehren, in der 13. Minute rettete bei Grygiels Schuss die Latte. Steve Wagner hatte in der 15. Minute den Ausgleich auf dem Schläger, brachte die Scheibe jedoch nicht über die Fanghand des am Boden liegenden Nürnberger Goalies ins Tor.

    Zu Beginn des zweiten Drittels nutzten die Adler in Überzahl einen Stellungsfehler der Nürnberger Defensive, Jaime Sifers musste in Überzahl nur noch den Schläger hinhalten, um die Scheibe zum 1:1 ins Tor zu schieben. Doch der Ausgleich stabilisierte das Spiel der Adler nur für kurze Zeit. Frank Mauer scheiterte aus drei Metern Entfernung an Ehelechner (25. Minute), Glumac und Mitchell konnten einen Konter nicht erfolgreich abschließen (26.) und Dimitrakos scheiterte im Alleingang an Nürnbergs Keeper (33.). Doch ansonsten waren die Gäste im zweiten Abschnitt die gefährlichere Mannschaft. Brad Leebs Tor zum 1:2 (31.) war, nach einem schlechten Wechsel der Adler, die logische Konsequenz. Felix Brückmann hielt sein Team im Spiel, als er vier Minuten später beim Break von Chris Collins hielt.

    Im Schlussdrittel konnten die Adler das Match jedoch wie am Freitag wieder drehen. Die Blau-Weiß-Roten drehten auf und machten Druck auf das Tor der Gäste. Yanick Lehoux erzielte völlig frei stehend den Ausgleich (47.), bevor Marcus Kink bei Jaime Sifers Schlagschuss in der 51. Minute dem gegnerischen Keeper die Sicht nahm und den Puck zum 3:2-Siegtreffer ins Tor abfälschte.

  2. #2
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  3. #3
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    Die Rheinpfalz schreibt:



    Mühsam nähren sich die Adler

    Glücklicher 3:2-Arbeitssieg gegen Nürnberg - Sifers, Lehoux und Kink treffen für Mannheim



    Von André Dinzler


    MANNHEIM. Endlich wieder drei Punkte für die Mannheimer Adler: Erst zum zweiten Mal im Jahr 2012 sicherten sich die Kurpfälzer die volle Punkteausbeute, gewannen gestern in der SAP-Arena gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mühsam mit 3:2 (0:1; 1:1; 2:0).


    „Das war optisch ganz sicher kein gutes Spiel, was am Ende zählt, sind aber die drei Punkte.” Treffender als Adler-Trainer Harold Kreis hätte man die 60 Minuten kaum zusammenfassen können. Die Partie war zwar kämpferisch in Ordnung, vom Spielerischen her blieben aber vor allem die Adler gegen den Tabellenvorletzten einiges schuldig. „Irgendwie kommt gegen Nürnberg kaum ein gescheiter Spielzug zustande”, analysierte Harold Kreis.


    Recht hatte er, denn das Geschehen auf dem Eis war dominiert von Ungenauigkeiten, Unkonzentriertheiten und Unvermögen: Viele Aufbaupässe auf Mannheimer Seite fanden erst gar keinen Abnehmer oder erreichten den Mitspieler so, dass er die Scheibe nicht verarbeiten konnte. Dazu gesellten sich etliche Flüchtigkeitsfehler sowie eine ganze Reihe von Chancen, die geradezu fahrlässig vergeben wurden. Das Resultat: Die Ice Tigers hätten mit etwas mehr Glück auch die Punkte mitnehmen können.


    Dabei begannen die Mannheimer ganz gut, setzten die Gäste gehörig unter Druck. In Überzahl aber ging der Schuss nach hinten los: Chris Lee verlor die Scheibe, Nürnberg konterte - 0:1.


    Die Mannheimer brauchten lange, um sich von diesem Schock zu erholen und hatten Glück, dass Grygiel in der 13. Minute nur die Latte traf. Erst Wagners Großchance (15.) in Überzahl weckte die Adler etwas.


    Es dauerte jedoch bis zu Beginn des Mittelabschnitts, ehe Jaime Sifers von Mike Glumac fein in Szene gesetzt wurde und den Ausgleich markierte. Jetzt waren die Mannheimer am Drücker. Mitchell vergab in der 26. Minute die Riesenchance zur Führung, Sifers donnerte die Scheibe vier Minuten später gegen den Pfosten. Das rächte sich: Brad Leeb gelang, unterstützt von der indisponierten Mannheimer Defensive, das 1:2. Niko Dimitrakos (34.) und Chris Collins (35.) scheiterten innerhalb von 120 Sekunden mit Alleingängen.


    Das Schlussdrittel begann für die Adler wenig verheißungsvoll. Ein Powerplay verpuffte wirkungslos. Wie aus dem Nichts fiel der Ausgleich durch Lehoux, das Startsignal für die beste Mannheimer Phase und den Siegtreffer durch Marcus Kink, der einen Sifers-Schuss unhaltbar abfälschte (51.).


    „Nürnberg hat defensiv gut gestanden und gekontert. Darauf haben wir uns eingestellt und im letzten Drittel das Spiel verdient gedreht”, bilanzierte Adler-Kapitän Marcus Kink.


    So spielten sie


    Adler Mannheim: Brückmann - Belle, Sifers; Wagner, Lee; Goc, Reul; Kettemer - Magowan, Mitchell, Glumac; Arendt, Lehoux, Mauer; Seidenberg, Kink, Dimitrakos; Gelke, El-Sayed, Plachta


    Tore: 0:1 Joseph (Kemp) 6:29, 1:1 Sifers (Glumac) 22:22, 1:2 Brad Leeb (Collins) 30:42; 2:2 Lehoux (Arendt) 46:48, 3:2 Kink (Sifers) 50:12 - Strafminuten: 8 - 8 - Beste Spieler: Sifers, Belle, Dimitrakos - Brad Leeb, Walter - Zuschauer: 9677 - Schiedsrichter: Piechaczek/Haupt (Finning/Kempten).
    Besessenheit ist der Motor - Verbissenheit ist die Bremse.
    Zitat Rudolf Nurejew

  4. #4
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    Lampertheimer Zeitung

    Tiger machtlos gegen Adler

    Mannheimer Profis schlagen am Wochenende Straubing und Nürnberg


    Ein fast optimales Wochenende mit zwei Heimspielsiegen haben die Adler in der DEL hinter sich. Gestern setzten sie sich mit 3:2 (0:1, 1:1, 2:0) gegen die Thomas Sabo Ice Tigers durch. Auch am Freitag gegen die Straubing Tigers hatten die Adler mit einem Treffer Vorsprung das bessere Ende für sich. Allerdings musste die Truppe von Trainer Harold Kreis für ihren 4:3-Sieg (1:0, 1:3, 1:0, 1:0) in die Verlängerung gehen.

    Vor 9677 Zuschauern begannen die Adler gestern gegen die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg druckvoll. Es waren aber die Gäste, die als erste Zählbares zustande brachten. Shane Joseph konnte Felix Brückmann im Tor der Hausherren überwinden. Brückmann war bereits am Freitag im Verlauf des Spiels gegen Straubing für Fred Brathwaite zwischen die Pfosten gerückt, da sich der kanadische Routinier eine Knöchelverletzung zugezogen hatte.

    Der frühe Gegentreffer hinterließ Spuren bei den Mannheimern, die sichtbar aus dem Konzept gebracht waren. Mit Glück (Lattentreffer in der 13. Minute) und einer guten Leistung von Brückmann blieben die Adler im Spiel. Drei Minuten nach Beginn des zweiten Drittels schloss Jaime Sifers eine schöne Kombination in Überzahl zum 1:1 ab. In der Folge boten beide Teams aber wenig Spielfluss und konnten kaum Druck auf das gegnerische Tor aufbauen. So war es bezeichnend, dass der abermalige Führungstreffer für Nürnberg durch Brad Leeb (31.) einem Fehler der Adler geschuldet war. Sie wechselten, während die Ice Tigers einen Konter liefen.

    Im letzten Spielabschnitt konnten die Mannheimer, die wieder besser im Spiel waren und den Gegner zeitweise in der Abwehr einschnürten, ihren Fehler wieder ausbügeln. Yanick Lehoux war zunächst zum Ausgleich (46.) zur Stelle. Der Siegtreffer dann in der 51. Minute: Marcus Kink, der am Freitag gegen Straubing seinen 400. DEL-Einsatz feierte, fälschte einen Schuss von Sifers unhaltbar zum 3:2 ab. „Das waren heute drei hart erkämpfte Punkte“, meinte Adler-Coach Harold Kreis. „Es war ein Muss, diesen Sieg gegen Nürnberg zu holen“, kommentierte er den knappen Erfolg über den Tabellenvorletzten.

    Bereits am Freitag waren in der SAP Arena 10 985 Zuschauer dabei, als die Adler ein fast verloren geglaubtes Match gegen die Straubing Tigers drehten und in Overtime mit 4:3 (1:0, 1:3, 1:0, 1:0) für sich entschieden. Es schien zunächst von Beginn an nach Maß für die Hausherren zu laufen. Denn in der zweiten Minute erzielte Ronny Arendt den Führungstreffer. Für die Truppe von Harold Kreis wäre im ersten Spielabschnitt noch mehr drin gewesen, doch scheiterte sie immer wieder an Tigers-Goalie Barry Brust. „Wir hätten nach dem ersten Drittel genauso gut 3:0 führen können“, haderte Kreis mit der Chancenauswertung seiner Spieler in der Anfangsphase.

    Das zweite Drittel ging dann aus Sicht der Mannheimer völlig in die Hose. Erst musste Schlussmann Fred Brathwaite verletzt vom Eis und wurde fortan von Felix Brückmann ersetzt, der seine Sache gut machte. Dennoch musste Kreis mitansehen, wie seine Mannschaft nachließ und die Tigers das eiskalt ausnutzten. Erst erzielte Matt Hussey (24.) den Ausgleich. Danach fälschte Shawn Belle in Unterzahl die Scheibe unglücklich in den eigenen Kasten ab, und René Röthke baute die Führung der Gäste aus Niederbayern auf 3:1 aus. „Wir haben im zweiten Drittel einfach aufgehört, Druck zu machen“, stellte Kreis fest. Die Trendwende zeichnete sich eine Minute vor Ende des zweiten Spielabschnittes ab, als Adam Mitchell in Überzahl den Anschlusstreffer markierte.

    „Im letzten Drittel haben beide Mannschaften noch mal richtig gutes Eishockey geboten“, zollte Kreis auch der Leistung der Straubinger Respekt. Doch es blieb seiner Mannschaft vorbehalten, weitere Treffer zu erzielen. In doppelter Überzahl jagte Chris Lee den Puck in der 49. Minute zum Ausgleich in die Maschen. Der Kanadier avancierte endgültig zum Matchwinner, als er 30 Sekunden vor Ende der Verlängerung mit einem krachenden Schlagschuss das 4:3 erzielte.

  5. #5
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    Nibelungen Kurier

    „Stehaufmännchen Mannheim“ beendet bayerische Woche mit zweitem Sieg

    Na also! Sie können es noch! Mannheimer Adler melden sich mit Siegen gegen Straubing (4:3) und Nürnberg (3:2) im Rennen um die DEL-Spitze zurück


    Es war so etwas wie ein Schicksalswochenende für die Mannheimer Adler in der DEL. Zwei Heimspiele gegen unangenehme Gegner (Straubing und Nürnberg) standen auf dem Programm. Nach zuletzt schwachen Leistungen hätte bei Niederlagen das Abgleiten ins Mittelfeld gedroht. Dies hätte wiederum bedeutet, man wäre eventuell aus den Rängen für eine Direktqualifikation für die Play-Offs geflogen.

    Doch muss man den Adlern ein Kompliment machen, sie haben dem Druck von außen standgehalten und sich mit zwei Siegen aus dem Schlamassel gezogen. Dem 4:3 (1:0/1:3/1:0/1:0) nach Verlängerung gegen Straubing am Freitag ließen die Mannheimer am Sonntag ein 3:2 (0:1/1:1/2:0) Sieg gegen Nürnberg folgen. Beides keine glanzvollen Siege, sondern welche, die man unter dem Begriff "Arbeitssieg" abheften muss, doch danach fragte in einigen Wochen kein Mensch mehr. Beachtenswerter vielmehr, die mentale Stärke, die man gezeigt hat. Und dies sowohl was dem Druck von außen angeht wie auch die Fähigkeit zwei Matches zu drehen, bei denen man schon in Rückstand lag. So kippte Mannheim gegen Straubing noch einen 1:3 Rückstand und gegen Nürnberg immerhin ein 1:2. Die Mannschaft aus der Kurpfalz offenbarte dabei die Charaktereigenschaften, die sie zu einem der Anwärter um die Deutschen Meisterschaft machen. Es wäre nun falsch alles durch die rosarote Brille zu sehen und den Adlern am Wochenende Top-Leistungen zu zuschrieben, aber das Licht überwog dennoch den Schatten.

    Zu bemängeln ist bei den Adlern zurzeit eindeutig die schlechte Chancenauswertung. Die Stürmer brauchen einfach zu viele Torgelegenheiten, um daraus Treffer zu machen. Dies muss sich ändern, hier sollte von den Angreifern schneller der Abschluss gesucht werden und die Konzentration muss stimmen. Denn gegen wahre Top-Clubs in den Play-Offs wird man so viele Chancen wie gegen den Tabellenvorletzten Nürnberg nicht erhalten. Auch wenn Nürnberg einen starken Eindruck hinterließ und weit besser und gefährlicher agierte, als man es von einem Team aus dem Tabellenkeller normalerweise vermuten würde. Aber ein wirkliches Top-Team ist Nürnberg eben noch nicht, auch wenn die Franken in der nächsten Spielzeit mit den bereits vollzogenen/angekündigten Transfers ein Titelanwärter werden könnten.


    Zur Chronologie:
    Die Adler bestimmten zu Beginn das Match und erarbeiteten sich eine Fülle guter Chancen. So hatten Yannic Seidenberg (4. Min), Ronny Arendt (5. Min) und erneut Yannic Seidenberg (5. Min + 6. Min) dicke Möglichkeiten, aber ein glänzend aufgelegter Nürnberger Torwart Patrick Ehelechner machte sie zunichte. Als Mannheim dann in Überzahl agieren konnte, lag förmlich ein Treffer in der Luft, doch es passierte genau das Gegenteil. Der Nürnberger Shane Joseph schoss in der 7. Minute das 1:0 für die Ice Tigers. In der Folge hatte erst einmal Nürnberg Oberwasser und erarbeitet sich einige gute Einschussmöglichkeiten, unter anderem ein Lattentreffer, doch wollte der Puck nicht ins Mannheimer Tor. Für den am Knöchel verletzten Stammgoalie Fred Brathwaite stand übrigens erneut Felix Brückmann im Kasten.

    Nach einigen Minuten des Schocks übernahmen ab der 11. Minute wieder eindeutig die Adler die Initiative, doch gelang ihnen kein Tor und ging es mit der Nürnberger Führung in die Kabinen.
    Im zweiten Abschnitt ein ähnliches Bild wie im ersten, Mannheim optisch überlegen, ohne die Vielzahl ihrer glasklaren Chancen in Tore ummünzen zu können. Nürnberg agierte defensiver in der Grundeinstellung, aber ebenfalls engagiert und mit Kontern stets gefährlich. So brannte es einige Male lichterloh vor dem Mannheimer Goalie Felix Brückmann bis etwa zur Hälfte der Spielzeit nervös wirkte und nicht immer den sichersten Eindruck machte. Kein Wunder, hatte er doch lange nicht mehr gespielt. Ein Mako, das die Ice Tigers erkannten und sofort schossen, wenn sie im Mannheimer Drittel auftauchten.

    Zunächst war es im zweiten Abschnitt aber Mannheim, das ein Tor schoss. Jame Sifers hatte in der 23. Minute den Puck zum 1:1 Ausgleich bei eigener Überzahl in die Maschen des Ice Tigers Gehäuses gehämmert. In der Folge war Mannheim näher an der Führung, doch wie so oft, die einen rennen an und die anderen machen das Tor. Diesmal profitierte der Nürnberger Brad Leeb von dieser alten Eishockey-Weisheit, denn er traf in der 31. Minute zum 2:1 für die Franken. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.

    Im letzten Abschnitt begann dann die Mannheimer Aufholjagd. Mit mehr Druck, mehr Konzentration und insgesamt mehr Power dominierten die Adler nun eindeutig das Match und drängten die Ice Tigers in deren Zone. Nur noch gelegentlich vermochten die Franken Entlastungsangriffe zu starten, auch wenn dieses stets gefährlich waren. Die Mannheimer Tore zum 2:2 Ausgleich durch Yanick Lehoux in der 47. Minute sowie der Führungstreffer zum 3:2 durch Marcus Kink in der 51. Minute war der verdiente Lohn dieser Bemühungen. Mit der Mannheimer Führung änderte sich jedoch das Spielgeschehen auf dem Eis. Während Mannheim nun bemüht war, den Vorsprung über die Zeit zu retten und hinten "dicht" zu machen, bäumten sich die Nürnberger noch einmal auf und berannten das Adler-Tor. Zwei Minuten vor Schluss der Partie nahmen die Franken sogar den Torwart heraus, doch wollte ihnen kein Treffer mehr gelingen. Und dies auch, weil Adler-Goalie Felix Brückmann in der zweiten Spielhälfte eine starke Leistung zeigte und an seine Gala-Vorstellungen zu Beginn der Saison anknüpfen konnte. Somit endete die Partie mit einem Mannheimer Sieg, der von den Spielanteilen her verdient war.

  6. #6
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    Mannheimer Morgen 30.01.2012

    Eishockey: Mannheimer Adler dürfen beim 3:2 gegen den Tabellenvorletzten Nürnberg Ice Tigers nur mit dem Ergebnis zufrieden sein

    Riesen-Aufwand für Mini-Sieg

    Von unserem Redaktionsmitglied Christian Rotter

    Mannheim. Felix Brückmann durfte sich eigentlich als glücklicher Sieger fühlen, der 21-jährige Torhüter der Mannheimer Adler gab nach dem mühevollen 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)-Erfolg gegen die Nürnberg Ice Tigers aber lieber den Mahner. "Wir schaffen es zurzeit nicht, unserem Gegner über 60 Minuten unser Spiel aufzuzwängen", sagte der große Rückhalt nach einer Partie, in der aus Mannheimer Sicht nur das Ergebnis zählte.

    Wer gegen den im Kampf um die Play-off-Plätze abgeschlagenen Tabellenvorletzten eine Eishockey-Gala erwartet hatte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Zwar gehörte die Anfangsphase der Mannschaft von Trainer Harold Kreis. Doch nach Chancen von Yanick Lehoux, Ronny Arendt und Yannic Seidenberg (6.) brachte ausgerechnet ein Powerplay die Blau-Weiß-Roten in Rückstand - und aus der Spur. Chris Lee dachte einen Tick zu offensiv und wurde überlaufen. Thomas James Kemp legte quer auf Shane Joseph, der die Scheibe über die Linie drückte - 0:1 (7.).

    Brückmann mit Glück und Können


    Brückmann war in der Folge mehrere Male in Nöten und hatte Glück, dass Adrian Grygiels Geschoss vom Lattenkreuz zurück aufs Eis sprang (13.). Viele der 9677 Zuschauer in der SAP Arena fragten sich da, wer in der Spitzengruppe der Liga mitmischt. Nürnberg drückte, doch die Adler schlugen zurück. Mit einem Bilderbuchangriff sorgten sie für den Ausgleich. Niko Dimitrakos leitete den Puck weiter zu Mike Glumac, der ließ zu Jaime Sifers abtropfen, und der Verteidiger schob zum 1:1 ein (23.). Frank Mauer (25.), Adam Mitchell (26.) und Sifers mit einem Pfostenschuss (30.) hatten die Gelegenheit, die Ice Tigers aus dem Spiel zu nehmen, stattdessen kam die kalte Dusche in Form des 1:2, als Brad Leeb einen Konter abschloss (31.).

    "Wir machen uns das Leben teilweise selbst schwer", erkannte Manager Teal Fowler und lag mit dieser Einschätzung richtig. In der Offensive fehlte teilweise der Zug zum Tor, in der Defensive gab es große Lücken. Hätte Chris Collins seinen Alleingang mit dem 1:3 erfolgreich abgeschlossen (34.) - wer weiß, ob die Adler zurückgekommen wären?

    So bedurfte es - mal wieder - einer Energieleistung, um ein Spiel zu drehen. Lehoux blies mit dem 2:2 zur Schlussoffensive (47.), beim Siegtreffer prallte der Puck nach einem Sifers-Schuss von Marcus Kinks Rücken zum 3:2 ins Tor (51.) - endlich war Verkehr vor dem Kasten von Nürnbergs Torhüter Patrick Ehelechner. Auch Kink hatte nicht alles gefallen, was sein Team zeigte. "Wir haben manchmal einen Haken zu viel geschlagen", sagte der 27-jährige Kapitän, der Brückmann hervorhob: "Wir wollten unbedingt, haben gedrückt und gedrückt. Das größte Lob gebührt aber unserem Goalie. Felix war da, als wir ihn gebraucht haben, wir sind stolz auf ihn."

    Nachdem Brückmann schon am Freitag einen guten Job gemacht hatte, als er gegen Straubing nach 20 Minuten für Freddy Brathwaite in die Partie kam, entschärfte er gegen Nürnberg 36 Schüsse. "Die Ice Tigers haben die Scheibe gut aufs Tor gebracht, zwei Mann waren bereit für den Nachschuss", sagte der 21-Jährige, der dankbar war, dass er nach Monaten des Zuschauens wieder im Tor stehen durfte: "Das war schon eine lange Zeit. Aber ich weiß, dass ich nicht in der Position bin, mir meine Einsätze auszusuchen. Es ist schön zu wissen, dass ich mir selbst vertrauen kann."

    Auch aus diesem Grund werden die Adler vor dem Ende der Transferperiode am morgigen Dienstag nicht mehr nachbessern. Brathwaite kündigte nach seiner Knöchelverletzung seine Rückkehr für Freitag in Iserlohn an. Und selbst wenn der 39-Jährige länger ausfallen sollte, gäbe es da ja noch Brückmann: "Felix hat eine andere Qualität als die Torhüter, die bei anderen Vereinen auf ihre Chancen lauern", sagte Fowler, der damit auf den Transfer der Roosters anspielte. Iserlohn hatte in der vergangenen Woche Tero Leinonen als Stand-by-Torhüter verpflichtet.

    Auch ein weiterer Mittelstürmer kommt wohl nicht. "Auf dem Markt gibt es niemanden, der zu uns passt", betonte der Adler-Manager, der nach der Länderspielpause auf das Comeback von Christoph Ullmann hofft. Der Nationalspieler will nach seiner Schambeinentzündung in der nächsten Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren.

    Mannheimer Morgen
    30. Januar 2012
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